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Sprottentage in Eckernförde : Die Sprotte erobert das Ostseebad

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Touristik meldet Besucherrekord: 164 000 Gäste an vier Tagen in Eckernförde / Neues Konzept hat sich bewährt

Eckernförde | Ein kleiner Fisch zog am Wochenende im Ostseebad die Massen an. Die Sprottentage lockten in diesem Jahr jeden Tag Zehntausende von Besuchern an. Das spricht für die Veränderung des Konzepts des Veranstalters, der Eckernförde Touristik&  Marketing GmbH (ETMG). Der Fokus der diesjährigen Sprottentage lag auf dem Thema Fisch und alles, was damit zu tun hat. Erstmals konnten Besucher die Fischereigeschichte Eckernfördes hautnah im Sprottenpavillon erleben. „Wir können für dieses Jahr eine Rekordbesucherzahl vermelden“, zieht Jan-Niklas Bente von der ETMG Bilanz. Insgesamt haben von Freitag bis Montag etwa 164  000 Menschen den Hafen besucht. Diese Zahl sei über einen Zähler am Luzifer erfasst worden, so Bente. (Zum Vergleich: Am Vorwochenende hätten knapp 69  000 Menschen den Zähler passiert, so Bente.)

Tagsüber gehörte die Hafenmeile den Familien. Neben vielen Buden, einem Kinderkarussell und dem Riesenrad wurden auch Mitmach-Aktionen angeboten, wie das Nageln von Original-Sprottenkisten. Unter der Anleitung der Stadtführer Hans Wilomitzer und Horst Karau konnten Kinder die Arbeit der früheren Nageljungs in den Fischräuchereien kennen lernen. Darüber freute sich auch Lilly (4). Zusammen mit ihrem Vater Ronko Bednarski griff sie nach Hammer und Nägeln und zimmerte in Rekordzeit ihre eigene kleine Kiste zusammen. Um die Arbeit zu erleichtern, hatten die Stadtführer eine kleine Vorrichtung entwickelt, die die Kiste in der richtigen Größe zusammenhielt. Am Ende wurde noch der typische Stempel mit dem Eckernförder Wappen auf die Kiste gedrückt und fertig war Lillys Kiste. „Da kommt Schmuck rein“, berichtete sie freudig. Doch Lilly war nur eines von vielen Kindern, die eine Sprottenkiste bauen wollten – die Nachfrage war riesig. „Ich hab schon Holznachschub besorgt“, beruhigte Karau die wartenden Kinder.

Was natürlich gar nicht fehlen durfte war ein Besuch bei Fischer Lorenz Marckwardt. Nach historischen Vorbild wurden hier durch den Einsatz von Erle und Buche die Sprotten vergoldet. 4500 Sprotten wurden so geräuchert und an die neugierigen Besucher verteilt. „Wir bieten die gratis zum Verkosten an“, sagte Marckwardt. Selbstverständlich erklärte er den Besuchern auch, wie der Fisch richtig gegessen wird. Besonders für Luca (6), Linea (3) und Lonie (5) war das gut, denn die drei aßen die erste Sprotte ihres Lebens. „Lecker“, zog Luca sein Fazit. Das freute auch Fischer Fiete und Opsteekfru Stine. Mit ihrem Wagen zogen die beiden am Hafen entlang und verteilten 2400 Sprotten an die Besucher. „Zwölf Kilometer haben wir in den original Holzschuhen zurückgelegt“, sagte Stine (Christel Fries).

An der Hafenspitze war eine Bühne aufgebaut, auf der verschiedene Musiker die Besucher Sonnabend und Sonntag unterhielten. Rechtzeitig zu den Konzerten hörte der Regen auf. Der Sonntag war nach dem Regen am Morgen aufgrund des sehr guten Wetters der besucherstärkste Tag. So zog die Touristik ein durchweg positives Fazit. „Die Vereinheitlichung mit T-Shirts und Wimpeln kam sehr gut an“, sagte Bente. Diese wolle man in Zukunft auch noch weiter ausbauen. Ein Hingucker und Anziehungspunkt sei die Kogge gewesen, die zu mehreren Fahrten über die Förde einlud. „Auch das Feuerwerk am Sonntag wurde sehr gut angenommen“. Was die Touristik besonders freute war, dass es keinerlei Zwischenfälle gab. „Eine Frau ist ausgerutscht, das war es aber auch.“

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