Bukowski und Waits : Die schönste Frau der Welt

Schauspieler Ulrich Gall tritt mit seinen Kolleginnen Målin Uschkureit (l.) und Jennifer Toman auf.
Schauspieler Ulrich Gall tritt mit seinen Kolleginnen Målin Uschkureit (l.) und Jennifer Toman auf.

Drei Musiker und drei Schauspieler singen und erzählen von der Liebe zweier Menschen nach Art von Charles Bukowski und Tom Waits.

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19. September 2018, 18:33 Uhr

Eckernförde | Charles Bukowski hatte zwei Leidenschaften: Alkohol und Sex. Darüber hat er viel geschrieben in einer direkten Sprache, die ohne Umschweife in die Magengrube oder tiefer fährt. Ähnliche Schwerpunkte setzt auch Tom Waits in seiner Musik. „Waits erzählt im Grunde genommen die gleichen Geschichten wie Bukowski“, sagt Ulrich Gall. „Sie handeln von den gleichen Typen aus den gleichen Gesellschaftsschichten und von den gleichen herzzerreißenden Momenten im Leben.“ Der Schauspieler bringt nun in einer Veranstaltung der LesArt-Reihe diese beiden Künstler zusammen: Am Sonnabend, 22. September, erzählt er ab 19 Uhr in der Galerie 66 (Baltic Sea International Campus, Kieler Straße 78) mit seinen Kolleginnen Målin Uschkureit und Jennifer Toman die Geschichte von der „schönsten Frau der Welt“ – angelehnt an Bukowskis Kurzgeschichte „Die schönste Frau der ganzen Stadt“.

„Es ist eine szenische Lesung ohne Lesung“, beschreibt er das Konzept. Die Darsteller erzählen mehr als dass sie lesen, und zwar in einer Art Late-Night-Show. Unterstützt wird die Geschichte an verschiedenen Schnittstellen durch die Musik von Tom Waits, die von Alice Halada, Harry Kretzschmar und Björn Lüdke gespielt wird.

In der Geschichte trifft der Ich-Erzähler – der hässlichste Mann der ganzen Stadt – in einer Kneipe auf die schönste Frau der ganzen Stadt. Es beginnt eine fesselnde Beziehung, an deren Ende „die beiden Verlierer schon wieder verlieren“, so Gall. Doch die Musik von Waits gehe weiter und zeige alternative Lebensverläufe auf. „Es ist eine ultimative Liebesgeschichte aus einer Gesellschaftsschicht, die der Theatergänger normalerweise nicht kennt.“

Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt, Karten zu einem Preis von 15 Euro sind in der Buchhandlung am Gänsemarkt erhältlich.

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