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TEE im Museum : Die Schmalspurbahn lebt wieder auf

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach seinem zwölften Jubiläum stürzt sich der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) auf ein Mammutprojekt, wenn genug Jugendliche mitmachen: Die alte Kleinbahn nach Kappeln soll en miniature entstehen. Der TEE darf weiter am Bornbrook basteln.

Der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) hat ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk bekommen: Kurz vor seinem zwölften Jubiläum am kommenden Sonntag stellte sich heraus, dass dem Verein seine Werkstatt bei den Stadtwerken am Bornbrook bleibt. Damit steht den großen Plänen der Eisenbahnfreunde nichts mehr im Wege: Der Nachbau der Kreisbahn Eckernförde-Kappeln kann beginnen.

TEE-Geschäftsführer Rainer Springer ist erleichtert: „Jetzt können wir Jugendliche ansprechen, um die Kreisbahn zu bauen.“ Denn für den Bau des neuen Modells sind viele helfende Hände gefragt. Die Werbung und Einbindung von Nachwuchs sei zudem wichtig für einen gemeinnützigen Verein wie den TEE. Die Eisenbahnfreunde haben sich ein Mammutprojekt vorgenommen: Das Modell soll die Kreisbahn im Zustand von 1951 in einem Maßstab von 1:87 darstellen. Zwischen Eckernförde und Kappeln gab es damals 13 Bahnhöfe für die Schmalspurbahn mit einer Spurbreite von einem Meter. Sie war laut Rainer Springer im Jahr 1889 von Bauern und Gutsbesitzern gegründet worden, um Agrargüter zu transportieren. Zudem fuhr auf der Strecke ein Schienenbus. 1958 wurde die Strecke aufgegeben und abgerissen.

Der TEE baut die Strecke in Modulform nach. Jedes Modul misst einen Meter mal 60 Zentimeter. Jeder Bahnhof bekommt ein Modul sowie links und rechts je ein Anschlussmodul. Für alle Bahnhöfe ergibt das 39 Module – wenn für größere Orte und Bahnhöfe nicht mehrere Module nötig wären. „Der Bahnhof Loose besteht allein aus fünf Modulen“, sagte Rainer Springer. Die gesamte Anlage könne auf diese Weise gut 50 Meter Länge erreichen. Durch die Modulbauweise ließe es sich jedoch auch nur in Teilen aufbauen.

„Die größte Herausforderung wird die Drehbrücke über die Schlei in Kappeln.“ Die soll elektrisch funktionieren und digital gesteuert sein, alles wird selber gebaut. Interessierte Jugendliche sollen sich davon nicht abschrecken lassen, die TEE-Mitglieder leiten beim Bau an. Das Projekt werde Jahre dauern, weiß Rainer Springer schon jetzt.

Zum originalgetreuen Nachbau stützt sich der TEE mit seinen 19 Mitgliedern auf alte Fotos des Museums und des Archivs der Heimatgemeinschaft. „Wir sind auch auf Zeitzeugen angewiesen“, so Rainer Springer. Die und interessierte Jugendliche sind bei der Jubiläumsvorführung der historischen Modellbahnanlage im Museum am kommenden Sonntag von 13 bis 16.30 Uhr willkommen.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 05:57 Uhr

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