zur Navigation springen

BUndeswasserstraße Schlei : Die Schlei – Magnet für die ganze Region

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Damper Gemeindevertretung macht sich für Bundeswasserstraße Schlei stark und beteiligt sich als Gemeinde an einer Unterschriftenaktion gegen eine mögliche Herabstufung der Wasserstraße. Zudem soll die Kommunalaufsicht einen Gemeindebeschluss prüfen.

von
erstellt am 31.Aug.2013 | 06:31 Uhr

Die Schlei ist ein sehr wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus. In Folge der Umstrukturierung der Bundeswasser- und Schifffahrtsverwaltungen droht der Bundeswasserstraße Schlei eine Herabstufung mit der Folge, dass der Bund seine Leistungen für die Schifffahrt zurückfährt, machte Uwe Wichert für die ABD-Fraktion in der Damper Gemeindevertretung deutlich. Auch wenn die Schlei nicht mehr die Bedeutung für den Güterumschlag habe, so sei sie als Wasserstraße dennoch Basis für eine sehr hohe Wertschöpfung in der Region, so für Werften, den Personenverkehr und auch für den Wassersport.

„Wir müssen aktiv werden und sagen, dass wir als Gemeinde nicht damit einverstanden sind“, begründete er den Antrag für eine Unterschriftenaktion. Sollte auf der Schlei die Fahrwassermarkierung mit Tonnen reduziert oder gar eingestellt werden und auch die Fahrrinne nicht mehr so wie bisher ausgebaggert werden, sei das mit schweren Folgen für die Region und den Wassersport verbunden, sagte Wolfgang Schön (CDU) und unterstützte den Antrag. Quer durch alle Fraktionen wurde die hohe Bedeutung des Gewässers hervorgehoben und die mit ihr verbundene wirtschaftliche Bedeutung als Magnet für die ganze Region, auf die Jürgen Zinkmann (SPD) hinwies.

Einstimmig wurde Bürgermeister Horst Böttcher beauftragt im Namen der Gemeinde die laufende Unterschriftenaktion zu unterstützen. Die mögliche Herabstufung der Schlei als Bundeswasserstraße sei nicht in Ordnung. Zusätzlich stehe es jedem frei, sich privat an der Unterschriftenaktion zu beteiligen, die die Lenkungsgruppe Wassertourismus der Industrie- und Handelskammer Flensburg und die Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg (WiREG) gestartet haben (wir berichteten).

Die Kommunalaufsicht des Kreises schaltete die Damper CDU-Fraktion hinsichtlich einer zweckgebundenen Spende der Gemeinde an einen Jugendclub im Elbe-Hochwasserschadensgebiet in Kreis Stendal ein. Diese hatte Uwe Wichert (ABD) beantragt und berichtet, dass im Ort Kamern beim Elbehochwasser im Juni er und rund 90 Einsatzkräfte aus dem Kreis im Hochwassereinsatz waren. Der Jugendtreff sei vollkommen zerstört, der Schaden auf 380 000 Euro geschätzt worden. Mit der Spende sollte zweckgebunden etwas für eine neue Einrichtung des Treffs gespendet werden.

Aus Sicht der CDU sei es problematisch mit Geld der Gemeinde eine bisher völlig fremde Gemeinde zu unterstützen, auch wenn dort ein Bürger der Gemeinde im Hilfseinsatz war, stellte CDU-Fraktionssprecher Raidum Rodde fest. Ihre Kritik sieht die CDU in einem Schreiben der Kommunalaufsicht bestätigt, das sie vorlegte. Darin wurden zwei Argumente genannt: Die Gemeinde ist insolvent, und es bestehen keine kommunalen Kontakte und Vernetzungen zu der begünstigten Gemeinde, erläuterte Rodde. Die Idee der Spende und Unterstützung des vom Hochwasser zerstörten Jugendclubs in Kamern fände er auch gut, aber eben nur als rein private Angelegenheit. „Wo sollen wir mit Spenden anfangen und aufhören?“, ergänzte Gerhard Ulbrich (CDU) „Spenden ist Privatsache“.

Für Barbara Feyock (SPD) sei es unerheblich, ob dort ein Damper oder zehn vor Ort waren und geholfen haben. „Wir haben einen guten Jugendraum, dann können wir den Jugendlichen dort auch etwas helfen“, sagte sie. Bürgermeister Böttcher stellte fest, dass die Gemeindevertreter immer mit dem Geld der Bürger umgehen. Er erklärte, dass er ungeachtet der Abstimmung, den Antrag von der Kommunalaufsicht prüfen lasse, bevor er Geld ausgebe. Mit den Stimmen von SPD und ABD wurde der Antrag mit sieben Ja- zu vier Nein-Stimmen der CDU angenommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen