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Die Region Eckernförde soll als Filmkulisse Furore machen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Touristik und Castingagentur wollen mehr Filmemacher und Produktionsfirmen an die Eckernförder Bucht locken

von
erstellt am 06.Jun.2015 | 06:34 Uhr

Die Region rund um die Eckernförder Bucht soll noch stärker in den Fokus der Filmemacher rücken. Dieses gemeinsame Ziel haben der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Stefan Borgmann, und die auf Carlshöhe ansässige Inhaberin der Castingagentur Komparsenfischer, Kirsten Schultz. Sie versprechen sich davon touristische und wirtschaftliche Impulse.

Nachdem bereits einige Produktionen wie der Kinderfilm „Fünf Freunde“, der Kinofilm „Von jetzt an kein zurück“ mit Ben Becker oder früher auch einige Kempowski-Streifen in Eckernförde und auf Gut Altenhof erfolgreich gelaufen sind, möchten Borgmann und Schultz ihre Bemühungen noch intensivieren und den Regisseuren und Produktionsfirmen profunde Drehorte für ihre Fernseh- und Kinofilme vorschlagen. Dazu ist ein „Film Location Guide“ mit 30 Orten vom Herrenhaus Hemmelmark über das Strandhaus Schwedeneck bis hin zum Milchschafhof Solterbeck in Owschlag aufgelegt worden. Die geballten Infos stehen auch im Internet und – ganz wichtig – in der Datenbank der deutschen Filmförderung und waren auch Bestandteil einer Scoutingtour.

Es wird also nichts dem Zufall überlassen, auch wenn dieser immer wieder mal für einen Treffer sorgt. So wie im Fall des Noerer Strandes. Genau dort nämlich sollen die Strandszenen für den dritten Teil des Kinderfilm „Rico und Oscar“ gedreht werden. „Wir haben den Filmleuten die gesamte Küste von Maasholm bis Strande gezeigt“, sagt Kirsten Schultz. Noer steht eigentlich gar nicht auf der Scoutingliste, die Filmemacher seien „über Noer gestolpert“.

Die Folge: Vom 3. bis 15. Juli wird dort am Strand und auf einem Campingplatz gedreht. 60 Leute arbeiten für die Produktion, zusätzlich braucht Castingagentin Kirsten Schultz schnell 400 Komparsen aller Altersgruppen, die für das richtige Strandleben sorgen sollen. Als „Lohn“ winken neue Eindrücke, Verpflegung und eine DVD des Films. Wer mitmachen möchte, informiert sich auf der Homepage www.komparsenfischer.de oder kommt am Sonntag, 14. Juni, von 11 bis 15 Uhr zum Tag der offenen Tür nach Carlshöhe und sucht die Agentur im Haus Nr. 42 auf. Wer nicht mehr solange warten möchte, kommt morgen von 10 bis 12 Uhr ins Schleswiger Capitol-Kino, und kann dort direkt mit dem Regieassistenten des Kinderfilms sprechen.

Gesucht wird außerdem ein Rico-Double. Der junge Mann sollte schauspielerische Erfahrung haben, zwischen 10 und 12 Jahre alt und etwa 1,60 Meter groß sein und wäre vom 16. Juni bis 11. August täglich mit dabei.

Kirsten Schultz sucht darüber hinaus „Komparsen ohne Ende“ für den nächsten Borowski-Tatort, der zur Kieler Woche spielt. Wo genau gedreht wird, steht noch nicht fest. Die Akteure erhalten ein Tagegeld.

Schultz würde sich freuen, wenn sich viele neue Komparsen melden. Sie hat zwar bereits rund 2000 in ihrer Datei, und die werden auch fast alle für Filmaufnahmen und auch Werbeeinsätze eingesetzt. Die Agenturchefin möchte auch eine Logistik für die Filmbranche aufbauen und sucht dafür flexible Leute, die Filmteams und Darsteller betreuen, Lkw-Transporte übernehmen oder fürs Catering sorgen.

„Wir möchten den Stein ins Rollen bringen“, sagen Borgmann und Schultz und verorten die Eckernförder Bucht nachhaltig im Locationprogramm der Filmschaffenden. Mindestens eine Filmproduktion pro Jahr dürfte es ihrer Meinung nach gerne sein.

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