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GREEN SCREEN NATURFILMFESTIVAL : Die Nominierungen stehen heute fest

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Auswahl-Nominierungsjury des Naturfilmfestivals Green Screen hat fünf Tage lang getagt. 160 Filme wurden gesichtet und bewertet.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 05:53 Uhr

Noch sind es 125 Tage bis zum Start des Naturfilmfestivals Green Screen, aber hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für die elfte Auflage des größten Festivals seiner Art in Deutschland auf Hochtouren. Fünf Tage lang (13. bis 17. September) steht das Ostseebad ganz im Zeichen von Green Screen, übernehmen Filmemacher und Naturfreunde wieder das Geschehen in der Stadt. 234 Filme aus 42 Ländern wurden in diesem Jahr für das Festival, das unter dem Motto „Zukunft der Meere“ steht, eingereicht. Jetzt ist es Aufgabe der Auswahl-Nominierungsjury, unter 160 Beiträgen jeweils drei Filme für insgesamt elf Preiskategorien zu benennen. Die Auswahljury für den Bereich Kurzfilm und Jugendfilm hat bereits Anfang des Monats getagt. Die Preisjury tritt am 10. September zusammen und legt unter den drei nominierten Filmen den Sieger in jeder Kategorie fest.

„Uns liegt eine Fülle von hochklassigen Produktionen vor. Es wird schwer sein, Entscheidungen zu finden“, sagt Oliver Heuss. Der Hamburger, von Beruf Komponist, ist eines von fünf Jurymitgliedern, die seit Freitag hinter verschlossenen Türen und Fenstern im Stadthotel Filme sichten und bewerten. Da in vier Tagen nicht 160 Filme gesehen werden können, war eine Menge Vorarbeit durch die Jurymitglieder notwendig. „Jeder musste zu Hause 25 bis 34 Beiträge ansehen und analysieren“, erklärt Green-Screen-Pressesprecher Michael van Bürk das Vorgehen.

Hochkarätige Vertreter ihrer Branche sind in der Auswahljury vertreten. Die Hamburger Biologin Britta Kiesewetter ist Producerin beim NDR-Naturfilm. Jürgen Matijevic aus Frankfurt arbeitet bei der Tier- und Naturschutzorganisation WWF. Der Biologe ist für Filme in den Sozialen Medien zuständig. Ein Weltenbummler ist Steffen Sailer. Der Kameramann aus Metzingen war in vielen Teilen der Welt unterwegs, um Tiere und Natur zu filmen. Die Münchnerin Angelika Sigl ist Autorin und hat ein Gespür für eine gute Geschichte. Der oberste Naturschützer der Stadt Eckernförde, Michael Packschies, leitet die Nominierungsjury, die heute im Laufe des Tages ihre endgültige Auswahl der drei besten Filme für jede der elf Kategorien vorlegen möchte. „Pro Tag haben wir 40 Beiträge gesichtet“, erklärt Packschies das Vorgehen. Jedes Jurymitglied hatte die Aufgabe, seine Filme in komprimierter Form der Runde vorzustellen, da die Beiträge eine Länge von 25 Minuten bis zu zwei Stunden haben. „So bleiben für jeden Film maximal 15 Minuten, in der die Jury sich einen genauen Eindruck verschafft und in denen sie den Film bewertet“, so Packschies weiter.

Verschiedene Parameter liegen der Jury vor, nach denen die Filme bewertet werden: beispielsweise Struktur, Inhalt, Schnitt, Bildästhetik, Geschichte und Filmmusik. Einig sind sich die Jurymitglieder schon jetzt in der Feststellung, dass der Naturfilm sich stetig weiterentwickelt. Allein durch neue Kameratechniken sei heute viel mehr möglich als früher. „Die Technik und auch die Recherche haben sich weiterentwickelt“, sagt Britta Kiesewetter. „Nicht Sichtbares kann heute sichtbar gemacht werden“, erklärt Jürgen Matijevic. „Die Filme bleiben nicht bei reinen Beschreibungen stehen, Filmemacher suchen neue Perspektiven“, so Angelika Sigl. Auch in diesem Jahr seien wieder viele umweltkritische Beiträge eingesandt worden, fasst Packschies zusammen, aber es gebe auch viele schöne Filme, die Geschichten erzählten. „Lumineszierende Organismen sind vielfach zu sehen“, verrät Packschies, der das entspannte, aber doch konzentrierte Arbeit in der Jury lobt: „Es war noch nie so perfekt wie mit dieser Jury.“

Heute legt die Jury dem Festivalvorstand von Green Screen die Liste mit den Nominierungen vor.

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