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Unansehnliche Figuren : Die Nixe und ihr Jüngling hoffen auf bessere Zeiten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt bereitet die Sanierung der stark ramponierten Großskulptur im Kurpark vor. Restauratorin soll mit Ausbesserung der schadhaften Stellen beauftragt werden.

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erstellt am 04.Apr.2017 | 06:12 Uhr

Eckernförde | Das pralle, fleischfarbene Rosa ist längst verblasst. Die Nixe und der junge Recke mit dem verdrehten Kopf und dem Blick in die Ferne sehen arg ramponiert aus. Die Witterung hat dem 2002 im Kurpark aufgebaute Kunstwerk „Schwimmübungen“ des Kieler Künstlers Martin Wolke schwer zugesetzt. Die großen, nackten Körper aus einem innen hohlen Kunststein sind großflächig mit Schmutz und Flechten übersät, besonders unschön sind die Abplatzungen am Nixen-Kinn, an ihrer Flanke sowie Risse am Rücken und Hinterteil des Jünglings.

Ursprünglich war eine Sanierung bereits im vergangenen Jahr geplant, die Stadt hatte bereits Kontakt zum Künstler und zur Restauratorin aufgenommen, doch dann verzögerten sich die Arbeiten, danach bestand Frostgefahr, so dass die Sanierung verschoben werden musste. Ein Zustand, der den an Kunst und Kultur interessierten Vorsitzenden des Altstadtvereins, Günter Haß, derart stört, dass er in der Ratsversammlung Ende vergangener Woche den beklagenswerten Zustand des Kunstwerks anprangerte und fragte, ob die dreiteilige Großplastik überhaupt noch zu retten sei und wenn ja, wann diese saniert werde. Haß überreichte der Ratsversammlung eine Fotosammlung, auf denen diverse Schäden zu sehen sind.

Die Sanierung sei in Vorbereitung, hatte Bürgermeister Jörg Sibbel geantwortet. Es habe jedoch „Abstimmungsprobleme mit dem Künstler“ gegeben, der als Urheber des Werks bei einer Sanierung hinzugezogen werden müsse. Man wolle sanieren und befinde sich in Preisverhandlungen.

Gestern erklärte die städtische Kulturbeauftragte Andrea Stephan unserer Zeitung, dass die Stadt mit der Restauratorin in Kontakt stehe und eine Terminierung erfolgen soll. „Der Künstler ist mit an Bord“, so Stephan. Es werde keine Komplettsanierung geben, sondern nur eine Reinigung mit anschließender Ausbesserung der Schäden. Ein neuer Farbanstrich sei nicht vorgesehen. Sobald keine Frostgefahr mehr bestehe und die Restauratorin freie Kapazitäten hat, solle mit den Arbeiten begonnen werden. Dieser Vorgehen sei mit dem Bildhauer Martin Wolke abgestimmt, der unter anderem auch die Großfiguren „Reisende Riesen“ vom dem Bahnhof in Westerland geschaffen hat.

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