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Rote Kappen : Die „MS Hütten“ nimmt Fahrt auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Noch wird gemalt und geschraubt: Das Schmückteam verwandelt den Saal des Alten Bahnhofs zum Karneval in ein Traumschiff

Wenn am Sonnabend um 19.30 Uhr der Startschuss für das Fest der Roten Kappen fällt, verwandelt sich der Saal des „Alten Bahnhofs“ in Ascheffel in die „MS Hütten“. Das Motto in diesem Jahr: Karneval auf dem Traumschiff. Prinz Malte, der Sparsame, wird mit seiner Prinzessin vorne auf der Brücke sitzen, die vielen Gäste dahinter. Der Name des Schiffes bezieht sich auf den Wohnort des Prinzen: Hütten. Von ihren Plätzen aus werden die Karnevalisten einen Leuchtturm, Eisbären, Meerjungfrauen, Schiffe, Möwen und mehr sehen, während sie durch das Programm schippern. Über 200 Besucher werden beim Kappenfest erwartet. Eine Woche später, am Sonnabend, 11. Februar, wird Prinz Melvin mit seiner Prinzessin und den jungen Karnevalisten Kinderkarneval feiern. Aber noch ist einiges zu tun: „Es wird knapp, aber wir werden es hinkriegen“, sagte Dirk Rathmann, Vorsitzender der Roten Kappen. Heute müssen sie fertig werden, denn morgen werden Tische und Bänke gefahren, am Freitag findet die Generalprobe statt.

Am 20. Januar haben die Schmücker angefangen, seitdem wird jeden Abend – außer sonntags – von 18 bis 22 Uhr im Saal gearbeitet. Freitags wird auch länger gemalt, geschraubt und gewerkelt. „In der Spitze sind wir bis zu 14 Schmücker“, berichtet der Vorsitzende und betont, dass neue Helfer immer willkommen sind. Rund 60 Liter Farbe werden verbraucht und etwa 100 Bahnen Kreppband für den Deckenschmuck zurecht geschnitten.

Eine Vorgabe, wie die Bilder gestalten werden sollen, gibt es nicht: „Jeder malt seines so, wie er es für richtig hält“, sagt Rathmann. Die Bilder werden mit einem Episkop an die Wand projiziert, mit Kohlestiften angezeichnet, dann ausgemalt und schließlich die Konturen schwarz nachgezeichnet – „sonst wirkt das nicht“, betont der Vorsitzende. Und damit die Kunstwerke noch besser zur Geltung kommen, werden sie von unten mit Licht angestrahlt. Gemalt wird auf 26 Holzplatten, die an die Wand geschraubt werden.

Der Prinz kommt jedes Jahr einmal beim Schmücken vorbei und gibt etwas aus. Auf diese Weise ist Burghard Rehbehn zu der kreativen Gruppe gestoßen: 2003 war er Prinz und hat bei seinem Besuch ein bisschen mitgemalt. Dabei ist er auf den Geschmack gekommen. Ihm gefalle das Malen, so Rehbehn, der viel handwerklich arbeitet. Der gebürtige Ascheffeler wohnt zwar seit 22 Jahren in Groß Wittensee, dem Ascheffeler Karneval ist er aber bis heute treu geblieben – „einmal Rote-Kappen-Mitglied immer Rote-Kappen-Mitglied“. „Ich bin mit dem Karnevalsverein aufgewachsen und schon als Kind als Cowboy oder Indianer durch die Gegend gehüpft“, berichtet Rehbehn. Zudem gebe es manchmal ganz kuriose Kostüme zu sehen – was er dieses Mal anziehen wird, weiß er jedoch noch nicht. „Ich freue mich auf den Saal, wenn der fertig ist“, sagt er. Ob sie rechtzeitig fertig werden? „Bis jetzt haben wir es noch immer geschafft.“

Viele Stunden Arbeit sind schon in die Saaldekoration geflossen und weitere werden bis Sonnabend noch folgen, abgebaut wird innerhalb von zwei Tagen. Ob es ihnen nicht schwer fällt, wenn ihre Kunstwerke wieder verschwinden? „Nein“, sagt Rathmann. „Nach dem Karneval ist vor dem Karneval.“

> www.rote-kappen.de

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