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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 03:06 Uhr

Die Last des Amtes und hausgemachter Ärger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 12:18 Uhr

Nicht jedem ist es gegeben, einen Verein zu führen. Eigentlich nur den wenigsten. Denn das ist echte Arbeit, die einem im Zweifel niemand dankt. Die Vorsitzenden müssen daher aus besonderem Holz geschnitzt sein, sie müssen manchmal auch leidensfähig sein und als Puffer oder Sündenbock herhalten, wenn’s irgendwo knallt. Das herausgehobene Ehrenamt kann – natürlich – auch Spaß machen, Beispiele dafür gibt’s genug. Aber auch für das Gegenteil, wenn’s knirscht und knackt im Getriebe, aus welchen Gründen auch immer. Die Bürgerschützengilde steckte gerade in diesem Schlamassel, als einige Vorstandsmitglieder aus nicht genannten Gründen nicht mehr bereit waren, unter Jörg Czarnowski als Vorsitzendem weiterzumachen. Es gab die Ablösung. Man wird sehen, ob die Gilde wieder in Freuden vereint ist. Jüngstes Beispiel für die Sprengkraft unterschiedlicher Vorstellungen im Vorstand ist der Sozialverband. Der vor einem Jahr aus der Not heraus gewählte Vorsitzende Siegfried Kulbarz – es hatte sich niemand anderes bereit erklärt – hat es nicht geschafft, den Vorstand auf Kurs zu bringen, und hat nur ein Jahr nach der Amtsübernahme frustriert seinen Rücktritt angekündigt. In vier Wochen wird ein neuer Vorsitzender gesucht, um den mit 1050 Mitgliedern bedeutenden Verein wieder zu einen. Es soll jemanden geben, der für diesen Job kandidiert.

Dem Sozialverband ist es wegen der Wichtigkeit seiner Aufgabe zu wünschen, dass der neue Vorsitzende für Eintracht statt Zwietracht sorgt und dem SoVD wieder zu alter Stärke verhilft.

Glücksburg, Eckernförde, Grömitz Travemünde – was haben diese Orte gemeinsam: die Kurtaxe für Gastlieger in Segler- und Sportboothäfen. Seit diesem Jahr müssen Segler und Sportbootfahrer, die über Nacht an Bord bleiben, auch in Eckernförde die Kurabgabe von zwei Euro pro Nacht und erwachsener Nase zahlen. Ungerecht ist es jedenfalls nicht, ob es aber auch schlau ist, wird sich zeigen. Die für Segler leichter erreichbare Häfen in Damp und Strande kassieren keine Kurtaxe, nehmen aber höhere Liegegebühren – am Ende kommt’s auf Gleiche raus. Und ein Liegeplatz in Eckernförde dürfte weitaus attraktiver sein, und die ostseecard gibt’s obendrauf.

Weniger schlau war es, die drei Betreiber der Häfen nicht vorher über die Änderung zu informieren und sich deren (Gegen-)Argumente anzuhören. So gibt es jetzt mächtig Ärger. Das hätte man sich ersparen können.

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