Taekwondo-Woche : Die Kunst des richtigen Tritts

Sverre Tide (li, 7) und Nias Siebke (7) aus Gettorf trainieren den sogenannten Yop Chagi. Fotos: Kitzinger
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Sverre Tide (li, 7) und Nias Siebke (7) aus Gettorf trainieren den sogenannten Yop Chagi. Fotos: Kitzinger

36 Kinder und Jugendliche beim 1. Taekwondo-Power-Camp des Gettorfer TV. / Am Samstag große Abschlussveranstaltung.

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16. August 2018, 06:00 Uhr

Gettorf | Ein kurzes, gemeinsam lautstark ausgestoßene „Huh“ schallt durch die kleine Sporthalle der Parkschule. Der Kampfschrei, im Koreanischen Gihap genannt, soll das Selbstbewusstsein der insgesamt 36 Teilnehmer des Gettorfer Taekwondo-Camps fördern und auch ihre Konzentration steigern. „Durch den Schrei sollen die Kinder ihre Energie bündeln, um die ganze Kraft in eine Aktion legen zu können,“ erklärt Camp-Trainer Uwe Schettler. „Und wenn sie tatsächlich Mal in die Lage kommen, dass sie sich selbst verteidigen müssen, soll der Schrei den Angreifer erschrecken und gegebenenfalls auch Helfer alarmieren.

Es ist das erst Mal, dass das Taekwondocamp für Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren vom Gettorfer TV (GTV) angeboten wird. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich gleich im ersten Jahr so viele Teilnehmer angemeldet haben“, sagt Gert Petersen, Leiter der Taekwondo-Abteilung beim GTV. Das Camp findet von Montag bis Freitag statt und ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Vormittags, von 9.30 bis 11.30 Uhr, trainieren die Jahrgänge 2007 bis 2011, nachmittags, zwischen 15 und 18 Uhr, sind dann die Jahrgänge 2006 bis 2001 dran. „Ziel ist es, den Kindern beizubringen, wie sie sich verteidigen und behaupten können, aber auch innerliche Ruhe finden“, erklärt Petersen, der das Camp gemeinsam mit seiner Familie organisiert. „Außerdem wollen wir die Jugendlichen auch in den Ferien dazu bewegen, Sport zu machen. Und vielleicht bleibt ja auch der ein oder andere beim Taekwondo hängen.“

Neben vielen Neulingen nehmen auch einige kampfsporterfahrene Kinder am Camp teil. Die Gettorferin Lina Marie Schütz (10) etwa besitzt bereits den gelben Gürtel, ihre Freundin Amelie Treu (10) sogar den gelb-grünen. „Ich mag Taekwondo, weil man sich damit selbst verteidigen kann – und das findet auch meine Mutter gut“, erklärt Amelie.

Unterrichtet werden die Camp-Teilnehmer von den Trainern Ulf Hopf sowie Uwe und Yannick Schettler, die alle bereits an Wettkämpfen, wie etwa den Deutschen Meisterschaften, teilgenommen haben. Der 18-jährige Yannick Schettler, vor fünf Jahren sogar Teakwondo-Weltmeister in seiner Altersklasse, bringt den Kindern unter anderem den Yop Chagi, den Seitwärtsfußstoß, oder den Dollyo Chagi, den Halbkreis-Drehtritt, bei.

„Wir trainieren hauptsächlich die für diese Sportart charakteristischen Fußtritte“, so Uwe Schettler. „Circa 70 Prozent aller Techniken im Taekwondo werden mit dem Bein ausgeführt.“ Daneben stehen auch einige koordinative Dinge auf dem Trainingsplan.

„Wichtig ist uns zudem, den Jugendlichen beizubringen, Respekt voreinander zu haben. Dazu gehört eben auch, sich zu entschuldigen wenn man sich mal ausversehen wehgetan hat“, so Schettler.

Während der kompletten Camp-Woche werden die Kinder mit ausreichen Wasser und Obst vom örtlichen Edeka versorgt. Zudem bekommen alle Teilnehmer ein individuell beflocktes T-Shirt, gesponsert von Optiker Christiansen und dem Gettorfer Digital Print Service. Am Sonnabend, 18. August, steht dann um 9.30 Uhr die Abschlussveranstaltung mit Kaffee und Kuchen in der großen Sporthalle auf dem Programm, bei der sich Eltern und Verwandte anschauen können, was die Kinder während des Camps alles gelernt haben.

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