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Museum Gettorf : Die kleine Schule der Kräuterhexen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kindergarten Regenbogen besucht die Ausstellung „Von Herbarien und Kräuterhexen“ im Museum an der Mühle

Gettorf | Barbara Kemnitz verteilt Wild-, Heil- und Küchenkräuter unterschiedlichster Art an die 15 Kinder des evangelischen Kindergartens Regenbogen. „Wer weiß, was das ist?“, fragt die ehrenamtliche Helferin des Heimatmuseums. Pfefferminze und Petersilie sind schnell identifiziert. Deren Geruch und Geschmack kennen die Vorschulkinder schon von zuhause. Spitzwegerich und Zitronenmelisse sind dagegen nicht vertraut. Umso spannender finden die Kinder die Verwendungsmöglichkeiten der unbekannten Gewächse, auch fernab der Küche: „Bei kleineren Verletzungen kann man Spitzwegerich zwischen den Fingern zerreiben, bis er matschig ist, und ihn dann auf die betroffene Stelle legen. Das beugt hervorragend Entzündungen vor“, erklärt Barbara Kemnitz ihren 15 jungen Zuhörern.

Seit zehn Monaten führen sie und ihre ehrenamtlichen Kolleginnen des Windmühlen- und Verschönerungsvereins Besucher, insbesondere Schulen und Kindergärten, durch die Ausstellung „Von Herbarien und Kräuterhexen“ im Heimatmuseum an der Mühle. Die ausgestellten Wild-, Küchen- und Heilpflanzen wurden zuvor in Wanderungen durch den Dänischen Wohld gesammelt und anschließend gepresst, getrocknet oder weiterverarbeitet. Nicht nur neu angelegte, auch Herbarien aus dem Jahr 1860 stellt das Heimatmuseum aus. „Für Kinder ist das ein interessantes Thema. Leider haben bisher erst drei Schulklassen diese Möglichkeit genutzt“, bedauert Barbara Kemnitz. „Dabei lernen die Kinder hier doch, mit offenen Augen durch die Natur zu gehen.“

Ob getrocknet im Gläschen oder frisch aus dem Blumentopf – der Reichtum der heimischen Kräuterlandschaft weckt den Entdeckergeist der Vorschulkinder. Denn im Heimatmuseum an der Mühle dürfen sie die „Exponate“ in die Hände nehmen, zwischen den Fingern zerreiben, riechen und schmecken. Ronja (6) bemerkt, dass die getrockneten Pflanzen weniger stark riechen, als die frischen. Zum Abschluss basteln sie Lavendelsäckchen, denn die riechen nicht nur gut, sie sind auch nützlich: Der Geruch von Lavendel hält Motten vom Kleiderschrank fern.

 

 

 

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erstellt am 27.Mär.2015 | 06:11 Uhr

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