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Dorotheenthal : „Die Kate“: Abschied nach 20 Jahren

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 20 Jahren verlässt Elisabeth Denker und ihre Tochter Birgit Matthiesen das Café und Restaurant „Die Kate“ auf dem Reiterhof Tramm. Doch das bedeutet noch nicht das Ende der Kate.

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erstellt am 28.Dez.2013 | 06:55 Uhr

Etwas wehmütig und zur selben Zeit erleichtert blickt Elisabeth Denker ihrem Ende als Pächterin der „Kate“ auf dem Reiterhof Tramm in Damp/Dorotheenthal entgegen. Nach 20 Jahren soll nun Schluss sein, die 65-Jährige geht in Rente. „Man soll nun mal rechtzeitig aufhören“, sagt sie und blickt auf die Zeit in dem Café und Restaurant zwischen Reithalle und Pferdekoppel zurück.

Noch ist hier alles beim Alten. Liebevoll weihnachtlich dekoriert strahlt „Die Kate“ ihren traditionellen Charme aus. Dunkle Holzbalken stützen das Dach, ein altes Kutschrad wurde als Lampe umfunktioniert, eine Backsteinmauer ragt in den Raum hinein und überall Kerzen auf den Tischen. Es ist schon etwas urig dieses Gebäude und schaut man sich die Tische und Stühle, die alte Kaffeemühle auf dem Regal und die Bilder an den Wänden an, scheint die Zeit hier etwas stehen geblieben.

Während Tochter Birgit Matthiesen in der Küche steht, spricht Elisabeth Denker mit den zwei einzigen Gästen an diesem Mittag. Sie erzählt von der Umgebung, spricht von ihrem Bruder, den Besitzer des Reiterhofs, und gibt den Besuchern Übernachtungstipps. Denn genau das mag Elisabeth Denker am liebsten an ihrer Arbeit – den Kontakt mit den Menschen. „Das werd’ ich wohl am meisten vermissen.“

Doch so ganz muss sie nicht auf die Gespräche mit den Urlaubern verzichten. Schließlich wird sie sich mit der Schließung der „Kate“ wieder vermehrt ihren Feriengästen auf dem Bauernhof in Holzdorf widmen können. Auch dort werden ihre Kenntnisse über die Region gebraucht und der ein oder andere Klönschnack mit Touristen gehört beim Urlaub auf dem Land einfach dazu.

Auf die Frage, warum sie gerade jetzt aufhören will, hat Elisabeth Denker nur eine Antwort: „Es ist das Alter.“ Es sei für sie einfach an der Zeit zu gehen, ihr Mann ist bereits Pensionär, nun möchte auch sie ihre Zeit noch genießen können. Außerdem merke sie längst, dass es heutzutage nicht mehr so einfach für sie ist: „Früher war alles viel leichter. Heute geht einem die Arbeit einfach nicht mehr so leicht von der Hand“, sagt sie.

Doch in ein tiefes Loch wird sie mit der Aufgabe der „Kate“ nicht fallen. Die Feriengäste und der Hof machen noch genug Arbeit und schließlich hat sie als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Holzdorf eine weitere wichtige Aufgabe.

Was allerdings in Zukunft mit der „Kate“ geschehen soll, darüber möchte sie noch nichts Konkretes sagen. Sie selbst sei schließlich auch nur Pächterin gewesen. Doch so viel verriet sie schon mal: „Die Kate wird und muss auch weiterhin existieren.“ Allein schon wegen der zahlreichen Veranstaltungen, die dort regelmäßig stattfinden: Der Nebenraum ist ein beliebter Ort zum Feiern von Hochzeiten, Jubiläen und Geburtstagen, im Herbst und zu Ostern findet der traditionelle Kunsthandwerkermarkt statt und zahlreiche Reiterfeste gehören ebenso in die „Kate“, wie auch jahrelang die beliebten Torten von Elisabeth Denker. Mit Oma Ilses Rezept für die Zitronentorte hat sie es sogar 2006 auf den zweiten Platz bei den Norddeutschen Tortenmeisterschaften und in ein Backbuch geschafft.

Wer allerdings noch einmal ein Stück Torte probieren möchte, muss sich beeilen. Ab dem ersten Januar 2014 bleiben die Türen der „Kate“ vorerst geschlossen.




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