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Eckernförder Zeitung

20. November 2017 | 18:34 Uhr

Lauf ins Leben : Die Hoffnung läuft mit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

948 Teilnehmer haben am Lauf ins Leben teilgenommen – auch Ministerpräsident Daniel Günther lief mit. Insgesamt konnte der Benefizlauf 33 600 Euro an Spenden für die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft generieren.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 05:50 Uhr

Eckernförde | Der Lauf ins Leben hat am Wochenende seine 13. Runde gefeiert. Zwar ist die Teilnehmerzahl bei dem Benefizlauf am Schulzentrum Süd von 1072 auf 948 gesunken, doch ist die Spendensumme deutlich gewachsen: 33  600 Euro wurden für das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft eingenommen.

Genauso bekannt und vertraut der Lauf eigentlich schon ist, genauso neu und frisch kommt er jedes Jahr daher. Besonders die abendliche Kerzenzeremonie zählt zu den emotionalen Höhepunkten. Dabei werden Sturmleuchten auf der Innenbahn der Laufstrecke aufgestellt und angezündet. Die Läufer versammelten sich und gingen eine Runde schweigend, in Andacht an ihre Lieben, Verstorbenen und Erkrankten. Angeführt von Diakon Christoph Schröder-Walkenhorst und begleitet von Fackelträgern der mittelalterlich gekleideten Schausteller von „Miranargh e.V.“ gingen die Teilnehmer auf eine Runde der andern Art. Schlagartig war der Volksfestcharakter verflogen, und eine andächtige Stille legte sich über das Schulzentrum. Im Vorfeld konnte jeder ein schon bemaltes Sturmlicht kaufen oder eines selbst gestalten. So entstanden sehr persönliche Widmungen und Bilder. Jedes der circa 400 Sturmlichter stand für sich, doch gemeinsam leuchteten sie in der Nacht. Es gibt hier keine Distanz, sondern nur aufrichtige Anteilnahme.

Diese Runde der Andacht war jedoch der einzige stille Moment bei dem 22-stündigen Lauf. Die meiste Zeit herrschte ausgelassene Stimmung bei allen Beteiligten. Mit dabei waren auch wieder die „Strandläufer“ von der Insel Föhr. Zum achten Mal nahmen sie an dem Lauf teil und spendeten ihre obligatorischen 3000 Euro. „Wir stellen überall in die Geschäfte auf Föhr Sparschweine“, erklärt Sabine Timm. Zusätzlich werden zwei Flohmärkte organisiert. Die „Strandläufer“ waren in diesem Jahr mit zehn Läufern angereist.

Zu den Regeln gehört es, dass von jedem Team immer mindestens ein Mitglied auf der Bahn ist. Doch auch prominente Gäste hatten sich angekündigt. So stand am Sonnabend auf einmal Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) auf der Bahn und lief seelenruhig seine Runden. „Er kommt jedes Jahr her. Dass er es auch heute geschafft hat, freut uns sehr“, sagte Organisatorin Wienke Voß. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul ließ es sich nicht nehmen anzutreten. Beide Politiker fügten sich in das Bild der Läufer nahtlos ein.

Hinter der Bühne, die durchgängig von verschiedenen Musikern belegt war, hatten der „Miranargh e.V.“ und die Kornersford-Piraten ihre Lager aufgeschlagen. Dort konnten Spiele und Schwertkämpfe ausprobiert werden. „Alle Darsteller sind hier ohne Gage. Das ist eine tolle Sache“, betonte Voß. Auch die Helios-Kliniken waren wieder mit einem Massageteam vor Ort.

Doch es sollte nicht nur gegen den Krebs angelaufen, sondern auch gegen Polio gesammelt werden. So wurden alle Flaschendeckel gesammelt. Pro 500 Deckel wird eine Impfung vorgenommen. Als Hauptsponsor des Laufes konnten in diesem Jahr die Imland-Kliniken gewonnen werden.

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