zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:15 Uhr

Neue Broschüre : Die grüne Lunge der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Journalistin Birte Sieland hat die „Eckernförder Baumstrecke“ geschrieben. In der Broschüre sind 30 stadtbildprägende Bäume beschrieben, viele mit Wort und Bild. Die Initiative dazu ging vor eineinhalb Jahren von der SPD aus.

von
erstellt am 05.Sep.2013 | 06:22 Uhr

Bäume sind die Stars in der neuen Broschüre der Stadt: Die „Eckernförder Baumstrecke“ weist auf 30 stadtbildprägende Bäume hin und zeigt, wo sie stehen.

Im April 2012 hatte die SPD im Bau- und Umweltausschuss den Antrag gestellt, eine Wegstrecke auszuarbeiten, die an besonders hervorstechenden Bäumen in Eckernförde entlangführt. Ein öffentlicher Aufruf zeigte, wie sehr das Thema „Bäume“ in den Köpfen der Bürger verankert ist. „Wir haben rund 50 Hinweise auf besondere Bäume erhalten“, sagt Michael Packschies, Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt. „Darunter auch Leute, die auf die Bäume auf ihren eigenen Privatgrundstücken hingewiesen haben.“

Bei der Auswertung der Bäume stellte sich heraus, dass viele von ihnen schon in der Zeitungsserie „Eckernförder Baumkunde“ (2001 bis 2005 in der Eckernförder Zeitung, seit 2007 im Förde Express) von der Journalistin Birte Sieland vorgestellt und beschrieben wurden. Sie hatte dabei eng mit Michael Packschies und dem Landschaftsarchitekten Rüdiger Ziegler zusammengearbeitet. Und da das Rad nicht neu erfunden werden muss, hat sich Birte Sieland auf Anfrage der Stadt an die Erstellung der neuen Broschüre gesetzt.

In ihr erfährt der Leser, dass Bäume nicht nur für das Klima, sondern auch für Tiere eine große Rolle spielen: Von einer Eiche zum Beispiel profitieren rund 6000 Arten, vor allem Insekten und Vögel.

Nicht alle Bäume sind auch bebildert und mit einem ausführlichen Text versehen, jedoch die hervorstechendsten. Darunter ist zum Beispiel die Schwarzpappel auf der Skater-Anlage im Schulweg. Sie ist mit 25 Metern – zusammen mit der Stieleiche im Holweg – der wohl höchste Baum in Eckernförde. Dabei ist sie noch gar nicht so alt, vermutlich erst 90 Jahre: Gepflanzt wurde sie von der Gärtnerei Horchfeil, die bis in die 50er-Jahre auf dem Gelände der 1990 gebauten Skater-Anlage ihren Sitz hatte.

Eine Geschichte, die Mut macht, kann die Schwarzkiefer am Vogelsang zwischen Haus Nummer 8 und dem Bürgerpark erzählen. Ihr Schicksal schien schon besiegelt: Durch den Bau eines Carports waren die Wurzeln stark beschädigt worden, es drohte das Absterben des Baumes, doch die neue Hausbesitzerin leitete Regenwasser um, besorgte Bio-Dünger, grub sogar einen Bergkristall ein – und rettete den Baum.

„Der Sinn ist es, auf diesem Wege die Menschen auf emotionale Weise für das Thema Bäume zu sensibilisieren“, sagte Ideengeber Martin Klimach-Dreger (SPD). Und ist sich sicher: Es funktioniert.

>Die Broschüre ist in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt worden und in Rathaus, Touristik, Ostsee Info-Center, Umwelt-Info-Zentrum, Bürgerbegegnungsstätte und Kunden-Center der Eckernförder Zeitung erhältlich.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen