Trecker-Treff : Die große Schau der edlen Schlepper

Mit seiner Erstzulassung am 1. Juli 1940  war der Lanz Bulldog von Hermann Jöhnk aus Gettorf einer der ältesten Traktoren.
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Mit seiner Erstzulassung am 1. Juli 1940 war der Lanz Bulldog von Hermann Jöhnk aus Gettorf einer der ältesten Traktoren.

8. Oldtimer-Trecker-Treffen am Südstrand / Rund 200 Oldtimerfreunde zeigen ihre Fahrzeuge / Ältester Trecker Baujahr 1940

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04. Mai 2015, 06:09 Uhr

Eckernförde | Die Oldtimerfreunde rund um Eckernförde luden zum 8. Mal zum Oldtimer-Trecker-Treffen auf dem Festivalgelände am Südstrand ein. Etwa 200 restaurierte historische Landmaschinen und Nutzfahrzeuge konnten sich die Besucher ansehen, schätzt Veranstalter und Vorsitzender der Oldtimerfreunde rund um Eckernförde, Kai-Dieter Bock. Ziel des jährlichen Treffens sei es das alte Kulturgut zu zeigen und mit anderen Oldtimerfreunden Erfahrungen auszutauschen. 45 Mitglieder zählt der Verein derzeit.

Vorsitzender Bock kaufte 1987 seinen ersten historischen Trecker: ein Lanz Bulldog, Baujahr 1955 für 1500 Mark. Über eine Annonce im Bauernblatt wurde er auf den Trecker, das ehemals bei der Schleswag in Heide in Betrieb war, aufmerksam und „möbelte ihn auf“. Besondere technische Kenntnisse brauche man dafür nicht, so Bock. „Wenn man den Trecker immer instand hält, ist das ein Selbstgänger.“ Ein zweites Lanz-Modell, Baujahr 1940, steht bei Bock in der Garage.

Oldtimer nennen dürfen sich Trecker, die vor 1970 gebaut wurden. Alle Traktoren nach 1970 sind so genannte Youngtimer. Einige der ausgestellten Oldies werden noch heute landwirtschaftlich genutzt. Andere dienen als historisches Ausflugsgefährt – mit angehängtem Campingwagen auch zu einem Wochenendtrip.

Der älteste Trecker, auch ein Lanz Bullog, kam aus Gettorf und gehört Hermann Jöhnk. 20 PS und ein Gewicht von 2500 Kilogramm hat der Trecker, der erstmals im Juli 1940 zugelassen wurde, vorzuweisen. Als Lanz Bulldog werden Ackerschlepper, die von 1921 bis 1957 von der Heinrich Lanz AG (später John Deere) hergestellt wurden, beziechnet. Sie prägten den Namen Bulldog als umgangssprachlichen Gattungsnamen für einen Ackerschlepper.

Den weitesten Weg unter den Ausstellern legten Hermann und Heidelore Wallerab aus dem rheinland-pfälzischen Obrigheim mit ihrer „Hülle auf drei Rädern“, wie sie ihr Lastendreirad der Firma Guggenbühler nennen, zurück. Jedoch nicht „auf eigener Achse“. Mit acht PS auch ein langwieriges Unterfangen. Mit dem Lastendreirad fahren sie nur noch Kurzstrecken im heimischen Obrigheim. Die 700 Kilometernach Eckernförde ging es für ihr historisches Fahrzeug auf dem Anhänger.

„Auf eigener Achse“ kamen derweil Oldtimerfreunde aus der Nähe Osnabrücks. Bereits am Freitag sind sie mit ihren in die Jahre gekommenen Gefährten Richtung Eckernförde aufgebrochen und haben schließlich über Land den Weg in die Fördestadt gefunden – mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern.

Beim diesjährigen Treffen wurde erstmals eine Fendt-Sonderausstellung geziegt. Neben den Oldies standen hier die neuesten Fendt-Modelle. Mehrere Jahrzehnte Trecker-Geschichte, von 1940 bis heute.

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