zur Navigation springen

Ahnensuche in Schleswig-Holstein : Die Geschichte einer Familie

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Heinrich Viohl hat seine Familiengeschichte erforscht / Familientreffen mit sieben Nachfahren von Christopher Viol in Eckernförde

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 08:21 Uhr

Sehestedt | Sein Nachname hat viele verschiedene Schreibweisen: mit oder ohne H, entweder mit dem Anfangsbuchstaben V oder F, mit oder ohne J, auch Schreibweisen mit Ö anstelle von O gibt es. Heinrich Viohl musste sich auf verschiedene Variationen einstellen, als er sich daran machte, die Geschichte seines Nachnamens und seiner Familie zu erforschen. Sie geht zurück bis zum Stammvater Christopher Viol, der 1771 in der Kirchengemeinde Sehestedt verstorben ist. Am Wochenende trafen sich sieben Nachfahren aus verschiedenen Teilen Deutschlands in Eckernförde, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Heinrich Viohl hatte zudem alte Fotos sowie andere Unterlagen zum Anschauen mitgebracht. Es war bereits das vierte Treffen. Zum ersten Treffen im Jahr 1997 kamen etwa 40 Personen.

„Die Festlegung der Namen erfolgte erst etwa 1894“, sagt Viohl. „Davor wurden die Namen geschrieben, wie man sie gehört hat.“

Stammvater Christopher Viol hatte 16 Kinder, neun von ihnen wurden groß. Zu allen dieser neun Linien hat Heinrich Viohl, der in Gelsenkirchen lebt, Nachforschungen angestellt. In seiner Heimatstadt hat er angefangen. Seit etwa 1907 lebten seine Vorfahren dort. „Mein Urgroßvater ist nach Gelsenkirchen gegangen“, berichtet er. In dieser Zeit seien dort Zechen gegründet worden und die Verdienstmöglichkeiten seien besser gewesen.

In den Unterlagen in Gelsenkirchen konnte er herausfinden, dass er, wenn er weiter in seiner Familiengeschichte zurückgehen wollte, nach Schleswig-Holstein musste. Genauer gesagt nach Eckernförde: Im Ostseebad hatte er die Möglichkeit, verschiedene Kirchenbücher durchzuschauen. Rund 50 Bücher aus etwa 15 Kirchengemeinden werden es wohl gewesen sein – so genau weiß er es heute nicht mehr. Mindestens sechs bis sieben Mal hat er für seine Nachforschungen seinen Urlaub im Ostseebad verbracht: Die eine Hälfte des Tages war für Forschungszwecke reserviert, die andere Hälfte für Urlaub. Und warum das Ganze? „Es hat mich interessiert zu wissen, wo ich herkomme“, erläutert Heinrich Viohl seinen Antrieb.

„Es gibt einige hundert Nachfahren“, berichtet der Gelsenkirchener. Sieben von ihnen trafen sich am Wochenende in Eckernförde. Und auch ihre Nachnamen hatten unterschiedliche Schreibweisen: mit O und H oder mit Ö und ohne H.

Christa Viohl war schon beim ersten Treffen dabei. „Ich war total neugierig“, erinnert sie sich. „So viele Menschen, die verwandt sind, aber die man vorher nicht kannte.“ „Man hat sich nicht gekannt, aber alle waren neugierig“, erinnert sich Kerstin Viohl aus Aichwald bei Stuttgart. „Wer kann schon auf eine so detaillierte Familiengeschichte zurückblicken?“

Für Heinrich Viohl ist derweil noch nicht Schluss: „Ich forsche weiter.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen