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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 03:59 Uhr

Interview : „Die Gegend inspiriert mich“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fantasy-Autorin Evelyn Boyd lebt seit zwei Jahren an der Schlei / In Kürze kommt ihr Buch „Der Bernsteinmörder aus Olpenitz“ auf den Markt

Kappeln | Nebelschleier, dunkle Parks, Seen, in denen sich das Mondlicht spiegelt, junge Frauen auf einer geheimnisvollen Suche, ein mysteriöser Fremder mit magischer Anziehungskraft – das ist der Stoff, aus dem die Träume, nein, die Bücher der Evelyn Boyd gemacht sind. Das Richtige also für einen langen, regenverschleierten Winternachmittag. Oder sollte es gruseliger werden? Auch das kann sie, sogar als Hörbuch ist es erschienen, mit Werwölfen, grausigen Morden und einem Hauch Romantik natürlich. Wie aber passt da nun das neue Buch, gerade in Arbeit, hinein, in dem es um einen „Bernsteinmörder aus Olpenitz“ geht?


Frau Boyd, Sie schreiben gerade an einem neuen Buch, dessen Handlung hier in unserer Region spielen wird. Worum geht es?
Es wird ein Krimi, der direkt an der Ostsee spielt, es geht um den „Bernsteinmörder“, der seinen Opfern immer ein Stück Bernstein in den Mund legt. Warum und wer es ist, das bleibt vorerst noch mein Geheimnis.


Wie kam es zu dieser Idee?
Ich war im vergangenen Herbst in Olpenitz am Weidefelder Strand spazieren und beobachtete einen etwas seltsam, beinahe unheimlich anmutenden Mann, der Bernstein suchte. Ich fragte ihn, wie man Bernstein erkennt und er gab mir bereitwillig Auskunft. Zu Hause ließ mich dann der Gedanke an eine Geschichte, die mit der Ostsee und dem Bernstein zu tun hat, nicht mehr los. Allmählich entwickelte sich daraus dann ein Krimi in meinen Gedanken, und nun wird er zu einem Roman.


Warum die Ostsee? Wie sehr sind Sie unserer Region verbunden?
Ich stamme aus Hamburg, bin aber schon als Kind mit den Eltern jeden Sommer an die Ostsee gefahren. Ich liebe das Meer, kann mir ein Leben ohne die See nicht vorstellen, die jeden Tag ein neues, aufregendes Gesicht zeigt. Kappeln und diese wunderschöne Gegend an der Schlei sind seit zwei Jahren meine neue Heimat und, wie man an dem Bernstein-Krimi sieht, auch eine Quelle der Inspiration. Ich fühle mich hier einfach sehr wohl.


Sie schreiben ja in recht unterschiedlichen Genres, aber immer atmosphärisch dicht, einfühlsam und oft mit einem überraschenden Schluss. Haben Sie eine besondere Sicht auf Dinge, die für viele Menschen nicht fassbar sind? Sind es die Mythen und nordischen Sagen, die durch Ihre Werke scheinen?
Ja, seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von den Sagengestalten, die in Schweden, Island und England ja anscheinend immer ein wenig präsenter sind als hier. Ihnen versuche ich in meinen Büchern einen Lebensraum zu geben und den Lesern eine Welt, in der Träume noch gelebt werden dürfen.


Im Januar kam ein neues Buch von Ihnen auf den Markt, als E-Book, wie die meisten Ihrer anderen Werke auch. Worum geht es da?
Das Buch ist die Fortsetzung des „Geheimnis der schwarzen Seerosen“ und spielt wieder in Schweden an einem verwunschenen See. Der Titel ist „Versuchung der Ewigkeit“, und es wird einige Rätsel, die im ersten Band offen blieben, endlich auflösen. Im Augenblick arbeite ich verstärkt am „Bernsteinmörder aus Olpenitz“. Ich kann jetzt schon sagen, das wird sehr, sehr spannend, aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz.


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