Die Freiheit der Meinung

porträt kühl 1

von
31. Mai 2018, 16:50 Uhr

 Die Dänische Volkspartei ist nach 15 Jahren im Folketing nicht mehr die Partei, an der die anderen sich nicht die Finger schmutzig machen wollen. Sie hat sich als zweitstärkste Partei etabliert, ist hoffähig geworden im nördlichen Nachbarland und bestimmt kräftig mit. Die Grenze wird wieder kontrolliert, der Zuzug von Asylbewerbern und Muslimen wird erschwert, anerkannte Flüchtlinge müssen die dänische Sprache und Kultur lernen und ab August dürfen muslimische Frauen dort auch nicht mehr verschleiert herumlaufen und ihr Gesicht unter Burka oder Nikab verstecken. Das ist die Politik der Dänischen Volkspartei, und die ist mehrheitsfähig.

Diese Haltung hat jetzt einige Eltern der Dänischen Minderheit bewogen, gegen den Auftritt von Martin Henriksen von der Dänischen Volkspartei beim Jahrestreffen der Minderheit in Eckernförde zu protestieren. Sie bezeichnen die Politik seiner Partei als fremdenfeindlich und nationalistisch. Nur ist das dänische Innenpolitik, über die die Dänen selbst bestimmen - bei den Wahlen und Diskussionen im eigenen Land. Die Dänische Minderheit im Landesteil Schleswig hängt hingegen am Tropf des Königreichs und bekommt jedes Jahr viele Millionen aus Kopenhagen überwiesen. Martin Henriksen ist einer der Entscheider und größten Förderer der Minderheit. Es wird morgen auf die Zwischentöne ankommen, die er und die Protestler anschlagen.

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