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Osterzeit ist Eierzeit : Die fleißigen Hühner vom Karlshof

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Neubesitzer des Karlshof sehen ihrem ersten Osterfest entgegen . Rund 1000 Hennen leben hier in Bodenhaltung

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Jeden Tag ein Ei..., das klappt nicht ganz, aber auf fünf Stück in der Woche bringen es jede der rund 1000 braunen Legehennen auf dem Karlshof in Güby. 2012 haben Telsche und Karl-Ulrich Berg den Hof von Christian Naeve gekauft, etwa ein Jahr später haben sie dann auch den Legenhennenbetrieb übernommen. „Ich bin mit der Landwirtschaft und Tieren groß geworden“, sagt Telsche Berg, außerdem habe es reichlich Tipps von ihrem Vorgänger für den Betrieb gegeben.

700 bis 800 Eier pro Tag legen die Tiere, die in vier verschiedenen Ställen – je nach Alter – gehalten werden. Alle drei Monate werden ein Viertel der Hennen verkauft. So wird Platz geschaffen für Neuankömmlinge. 18 Wochen sind die Küken alt, wenn sie auf den Karlshof kommen. Eier legen sie schon, nur deutlich kleiner, als die der ausgewachsenen Hühner. „Die sind eine Delikatesse“, sagt Telsche Berg. Sie schmeckten viel intensiver, die Nachfrage danach sei groß. Bis die Tiere Eier in der „richtigen“ Größe legen, dauert es etwa zwei Monate,

In den Ställen wird den Hennen durch künstliches Licht das ganze Jahr der Sommer vorgegaukelt. Um vier Uhr morgens dämmert es, um 20 Uhr ist Schlafenszeit. Dazwischen wird gefressen, gescharrt und natürlich Eier gelegt. Zweimal am Tag leert Telsche Berg über ein Fließband das Gelege. Anschließend erfasst eine Maschine das Gewicht der Eier und sortiert sie in drei verschiedene Größen. Per Hand werden sie dann verpackt.

Der Karlshof beliefert drei Gastronomiebetriebe in der Region, zwei Pflegeheime sowie den Wochenmarkt. Aber auch viele Selbstabholer gehören zu den Kunden. Mittwochs starte die Eiertour durch Güby, Fleckeby und Kosel. Hier bekommen die Kunden die Eier direkt vor die Tür gelegt. Wenn dann immer noch nicht alle Eier verkauft sein sollten, fährt Telsche Berg die übriggebliebenen zur Schleswiger Tafel. „Weggeworfen werden keine“, betont sie.

Einen Stempel bekommen die Eier nur dann, wenn Sie in den Handel kommen, also beispielsweise auf dem Wochenmarkt verkauft werden. Die Zahlenkombination 2 DE 01 0662, informiert den Verbraucher über die Herkunft des Eis. Die 2 steht für Bodenhaltung, DE ist der Ländercode, 01 das Bundesland und 0662 die individuelle Betriebsnummer.

Die Tage jetzt sind für Bergs besonders aufregend, denn schließlich ist es das erste Osterfest, für das Bergs die Familien. „Wir rechnen mit einem Drittel mehr“, sagt Telsche Berg. Danach breche die Nachfrage erfahrungsgemäß für einige Zeit ab. Eier in allen Variationen gab es dann über die Ostertage in den Haushalten genug.

Um den Mehrbedarf zu decken, werden in den Tagen zuvor einige Eier zurückgelegt. Die Nachfrage nach weißen Eiern sei gerade zu Ostern natürlich da, aber auf Karlshof gebe es nur die braunen und die ließen sich auch ganz prima einfärben.


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