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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 17:38 Uhr

Die erste Windmühle ist genehmigt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Erschließungsarbeiten für die Windkraftanlage der Firma Ilewind erfolgen noch in diesem Jahr. Für die Windkraftanlagen auf dem Gebiet Osterhof liegen zurzeit keine Genehmigungen vor.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2015 | 07:53 Uhr

LOOSE Dem Bau der ersten von fünf geplanten Windkraftanlagen (WKA) in der Gemeinde Loose steht jetzt nichts mehr im Wege. Seit einigen Tagen liegt die Baugenehmigung für die WKA der Firma Ilewind aus Loose vor. Sie beabsichtigt, eine WKA des Typs Senvion 3.  2  M  114 mit einer Gesamthöhe von 150 Metern zu errichten. „Wir rechnen mit dem Baubeginn beziehungsweise mit den nötigen Erschließungsarbeiten noch in diesem Jahr“, erklärt Geschäftsführer Peter Kirberg auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung.

Die Genehmigung sorgte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung für einige Irritationen. Als Reaktion auf die Frage nach der Genehmigung aus den Reihen der Bürger in der Einwohnerfrage bekannten einige Volksvertreter, dass sie von einem derartigen Schriftstück nichts wüssten. „Nein, das wissen wir nicht“, sagte Dr. Hans-Uwe Messerschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD. Auch Michael Engel von der Wählervereinigung gab zu, von einer Genehmigung nichts zu wissen.

Godber Peters vom Amt Schlei-Ostsee sorgte für Aufklärung. Da die Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag mit den Vorhabenträgern geschlossen habe, habe sie Baurecht geschaffen und somit ihr gemeindliches Einvernehmen für die Errichtung von Windenergieanlagen geschaffen. Aus diesem Grund müsse das Amt jetzt, nachdem das LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) die Genehmigung erteilt habe, nicht jeden einzelnen Gemeindevertreter informieren. „Wir haben den normalen Gang eingehalten“, sagt Bürgermeister Gerd Feige (CDU) auf Nachfrage. Deswegen könne er die Überraschung der Kollegen von der SPD und der Wählervereinigung nicht nachvollziehen.

Die juristische Form des Städtebauvertrages und dessen Folgen ist auch Hans-Uwe Messerschmidt deutlich. Angesichts des brisanten Themas hätte er sich allerdings eine „persönliche Mitteilung“ gewünscht“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Michael Engel bekennt auch nach der Sitzung: „Wir sind davon ausgegangen, dass wir noch einige Informationen vom Amt bekommen“, erklärt der Vertreter der Wählervereinigung. Insofern basiere seine Reaktion während der Gemeindevertretersitzung auf einem Missverständnis.

Die geplante Windkraftanlage der Firma Ilewind kann Strom für 3500 Drei-Personen-Haushalte produzieren. Die Erschließung der WKA, die über einen Rotordurchmesser von 114 Meter verfügt, erfolgt über den Ilewitter Weg.

Für die vier geplanten WKA auf dem Osterhof liegen bislang keine Genehmigungen seitens des LLUR vor. Aufgrund des zu geringen Abstandes zur Wohnbebauung hat die Gemeinde sich gegen die Errichtung einer WKA ausgesprochen. Sie fordert mindestens 800 Meter Abstand – mit 687 Metern steht diese Mühle zu nah an den nächsten Häusern.

Ein Bürgerbegehren der Bürgerinitiative mit dem Ziel, einen Bürgerentscheid zu erreichen, wurde im vergangen Jahr von der Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde abgelehnt (wir berichteten).

Gemeindevertreter Lothar Jöns trug in der Sitzung in seiner Eigenschaft als Wehrführer den Antrag der Feuerwehr auf neue Reifen für das Tanklöschfahrzeug TLF 8718 vor. Diese seien jetzt zehn Jahre alt und müssten aus versicherungstechnischen Gründen erneuert werden. Er habe bereits Angebote eingeholt, die sich in einem Kostenrahmen von 2500 Euro bewegten, so Jöns. Über einen Nachtragshaushalt müssten diese Mittel bereit gestellt werden. In der anschließenden Diskussion bemängelte Hans-Uwe Messerschmidt (SPD) die von ihm bereits seit längerem kritisierte fehlende Transparenz in Sachen Haushaltsplanung. Er forderte, dass das Amt alle Fraktionsvorsitzenden über die drei einzuholenden Angebote vor der Erteilung des Auftrages informiere.

Auf der Bundesstraße   203 gilt bereits ein Tempolimit von 80 km/h bis Höhe Moorbrücke.Aufgrund der zahlreichen Wildunfälle gerade in diesem Bereich will die Gemeinde bei der Verkehrsaufsicht des Kreises die Erweiterung der temporeduzierten Strecke bis auf Höhe der Tankstelle Loose beantragen.

Der Prüfung der Jahresrechnung 2014 stimmten die Mitglieder der Gemeindevertretung mit zwei Enthaltungen der SPD-Fraktion zu. Im Verwaltungshaushalt 2014 beträgt die Summe bereinigter Solleinnahmen und -ausgaben 945492 Euro, im Vermögenshaushalt stehen an Einnahmen und Ausgaben 39  792,52 Euro fest.

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