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Übungsaufgabe : Die erste Hürde für jeden Feuerwehrmann

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Einsatzkräfte aus dem Amt Dänischer Wohld und der Gemeinde Noer stellen sich Truppmannprüfung

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2014 | 15:00 Uhr

Feuer an einem PKW auf dem Parkplatz – etwas Aufregung ist zu spüren, als die Truppmänner am Feuerwehrgerätehaus zur Prüfung antreten, auch wenn die Situation nur simuliert ist. Einen Löschangriff ohne Bereitstellung aufzubauen – so heißt die Aufgabe. „Ohne Bereitstellung, das bedeutet, die Situation, die die Kameraden erwartet, ist bekannt“, erklärt Ausbilder und stellvertretender Amtswehrführer im Dänischen Wohld, Karl-Heinz Petersen, der die Prüflinge mit zehn weiteren Ausbildern auf diesen Tag vorbereitet hat. „Das war soweit alles gut“, sagt Prüfer und stellvertretender Amtswehrführer im Amt Schlei-Ostsee, Siegfried Brien. Er ist zufrieden mit den Einsatzkräften, hat aber noch den einen oder anderen guten Rat am Ende. Danach beruhigt er die Nachwuchsfeuerwehrleute: „Ihr könnt die Nervosität jetzt runterfahren. Wir kriegen das hier heute alles gut und mit Spaß um die Ecke.“

Die Truppmannprüfung ist die erste Hürde, die ein Feuerwehrmann in der Aktiven Wehr zu meistern hat. Danach folgen zwei Jahre Ausbildung in der eigenen Wehr, bevor die Truppführerprüfung abgelegt werden kann. 26 Truppmänner und 31 Truppführer aus dem ganzen Amt Dänischer Wohld sowie fünf weitere aus der Freiwilligen Feuerwehr Noer traten am Mittwoch an. Neben dem Löschangriff mit und ohne Bereitstellung mussten sie sich noch in Stichen und Knoten sowie dem Aufstellen einer vierteiligen Steckleiter beweisen. Danach galt es, eine rund 15-minütige theoretische Prüfung zu bestehen. Insgesamt 70 Übungsstunden, davon 16 Stunden Ausbildung in Erster Hilfe, mussten die Truppmänner seit April absolvieren, bei den Truppführern waren es 35.

Auch wenn die Prüfung von allen bestanden wurde – ganz ohne sind die Herausforderungen nun wirklich nicht. „Wir machen das hier ja nicht Just for Fun“, sagt Ausbilder und stellvertretender Wehrführer in Osdorf, Ulf Schmidtchen. „Die Einsatzabwicklung muss funktionieren. Wenn wir gerufen werden, braucht jemand unsere Hilfe. Da ist es egal, ob wir hauptamtlich oder ehrenamtlich da sind - die Abläufe müssen sitzen“, erklärt er. Die Ausbildung sei aufwändig und auf einem hohen Niveau. Und wenn am Ende die Handgriffe stimmen, komme der Feinschliff und der zeitliche Aspekt noch dazu.

Jekaterina Reimer-Knaak ist seit drei Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel. Nachdem die 37-Jährige eingetreten war, zog ihr Mann Danny Reimer nach. Nun sind beide mit großem Eifer und Spaß dabei. Die Ausbildungsphase hatte im April begonnen. Auf die Frage, was ihr bei der Ausbildung zum Truppmann am besten gefallen habe, nennt sie die technische Hilfeleistung, die auf dem Gettorfer Schrottplatz geübt wurde. „Wir durften Scheiben einschlagen und Autos aufschneiden“, berichtet sie lachend. Das sei sehr interessant gewesen, sagt die Mitarbeiterin eines Autohauses. „Das heißt dann Patientenorientierte Rettung“, erklärt sie weiter. Sie hatte für die Prüfung viel gelernt und war froh, am Abend ihre Lehrgangsbescheinigung in den Händen zu halten. Aber sie hatte auch schon neue Pläne: „Mein Mann und ich wollen noch in diesem Jahr den Funker und den Atemschutzgeräteträger machen.“

Die Ausbilder waren am Ende zufrieden. Aber auch die neuen Truppmänner und -führer fühlten sich gut betreut: Sie hatten ein kulinarisches Dankeschön für ihre fleißigen Lehrer vorbereitet.

 

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