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Borbyer Gilde : Die drei tollen Tage fest im Blick

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Schmeckebierversammlung mit großem Mitgliederzuspruch / Weiterhin Sorge um die Unterkunft der Gilde

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erstellt am 11.Mai.2013 | 06:54 Uhr

eckernförde | Sie ist noch immer heimatlos, dennoch geht die Borbyer Gilde mit viel Elan auf ihre Feier vom 24. bis 27. Mai zu. Bei der Schmeckebierversammlung am Himmelfahrtstag fanden sich kaum freie Plätze im Gemeindehaus der Borbyer Kirche. In früheren Jahren gehörte die Verkostung des "Bruunbeers" dazu herauszufinden, welches Bier der zahlreichen Brauereien zum Gildefest ausgeschenkt werden sollte. Auch heute noch ist der Ausschank aus den Zinnkrügen durch die Schaffer und "Juchfruun" sehr beliebt.

Mit drei Schlägen auf das "Kloppholt" eröffnete "Öllermann" Günter Krause die Versammlung. Vorsitzender Lorenz "Lorne" Marckwardt begrüßte in bekannt humorvoller Art auf Plattdeutsch die Anwesenden. Es sei keine einfache Zeit für die Gilde, sagte er. Viele Steine lägen auf dem Weg zur traditionsreichen Feier. Denn seit der Lindenhof geschlossen ist und das Gebäude dem Abriss entgegensieht, fehlt es an einem Gildelokal im Herzen Borbys. Die lange und große Verbundenheit zur Borbyer Kirchengemeinde ermöglicht es jedoch, die Versammlungen und die Bewirtung an drei Tagen für Könige und Gäste im Gemeindehaus zu sichern. Dies bedeutet jedoch viel Zusatzarbeit für die ehrenamtlichen Helfer.

Einstimmig wurde die Gildefeier beschlossen. Getanzt werden darf schon am Freitagabend. Das Festzelt lädt in bewährter Weise zu Einkehr, Klönschnack und Tanz ein. Das Musiker-Duo "twoblon.de", lockt zum Mitsingen mit echter "Borbyer Gildemucke". Neu ist der Kinderflohmarkt am Sonnabend, der die Zeit des König-Ausschießens überbrückt.

Eine Kostprobe ihrer Stimmen gaben Anja Mambrey und Petra Johannsen mit Gildeschwester Lina Huber (22), die als neue "Juchfruu" dabei ist. Die Schaffer Bernd Klein, Peter Becker, Torben Zacharias und Dennis Klein wurden genauso für die Feier verpflichtet wie der Fahnenschwenker Joachim Fey, die Fahnenschwenker und Schützenwart Michael Schmidt. Nach 22 Jahren verabschiedete die Gilde Scheibenmeister Helmut Kruse.

Feierlich wurden die neuen Mitglieder Christian und Dina Loffing, Daniel Sosna, Daniel Gabriel, Christof Kaack, Fred Eichen, Michael Sienknecht und Jörg Kremulat aufgenommen. Nach der Frage des Vorsitzenden "Sünd noch all Knaken heel un all Teen bin?" durften sie erstmals aus dem traditionsreichen Schmeckebier-Pokal trinken. Für den Neu-Borbyer Christian Loffing und seiner Frau ein ganz besonderes Erlebnis: " Es ist schön, in dieser Tradition so aufgenommen zu werden und dazu zu gehören." Daniel Gabriel (22) ist gleich aktiv dabei, er wird einer der vier Fahnenträger sein.

Bei aller Vorfreude auf das Gildefest, waren aber auch sorgenvolle Stimmen zu hören: "Was passiert mit der Richard-Vosgerau-Schule?" Die Schule fest in die Gilde eingegliedert, der Schulhof Festzeltplatz, Mittelpunkt der Gildefeier. Der ehemalige Gildeschreiber und SPD-Parteivorsitzender Jörg Meyer Meyer verwies auf den Schulentwicklungsplan, nach dem die Schule erhalten bleibt, solange die Anmeldezahlen stimmen.

Das Programm für die drei tollen Tage in Borby liegt ab sofort im Rathaus und in Geschäften aus.

www.borbyer-gilde.de

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