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Strandsicherheit : Die DLRG hat den Strand wieder im Blick

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wachdienst hat begonnen / Armbänder für Kinder / Die wichtigsten Baderegeln

von
erstellt am 27.Mai.2016 | 06:06 Uhr

Eckernförde | Noch misst die Ostsee 13 Grad Celsius, dennoch hat die DLRG ihren Wachdienst am Strand jetzt wieder aufgenommen. Aus ganz Deutschland reisen bis Mitte September Rettungsschwimmer an, um ehrenamtlichen Dienst in Eckernförde zu leisten. „Wir sind ganz zufrieden“, sagt Björn Fischer, Vorsitzender der Orts-DLRG. „Wir haben guten Nachwuchs und genug Rettungsschwimmer.“

Brenzlige Situationen, in denen ein Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet wird, treten nur selten auf. Viel häufiger haben die Wachgänger mit Insektenstichen oder Verbrennungen durch Nesselquallen zu tun. Punkt zwei in der Rangliste der häufigsten Tätigkeiten: Die Suche nach verlorengegangenen Kindern. Etwa 20 Kinder und zehn Eltern sind im vergangenen Jahr verloren gegangen. „Leider passten sie nicht zusammen“, scherzt Fischer. Deshalb bietet die DLRG seit einigen Jahren Armbänder mit eingestanzten Nummern für Kinder an. Zu jeder Nummer notieren sich die Wachgänger eine Telefonnummer, unter der die Eltern zu erreichen sind.

Immer wieder müssen die Rettungsschwimmer aber auch einschreiten, um Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. „Kinder, die mit dem Paddelboot oder Gummmitier zu weit rausschwimmen und schließlich nicht mehr zurückkommen, gehören dazu“, erklärt Björn Fischer. „Aber auch ältere Menschen, die sich zuviel zutrauen oder junge Leute, die als Mutprobe zu weit rausschwimmen.“ Er warnt ungeübte Schwimmer davor, die 250 Meter entfernten weißen Bojen, die den Beginn des Badebereichs anzeigen, erreichen zu wollen. „Hin kommen die meisten, aber sie müssen auch wieder zurück.“ Nur einmal haben die DLRG-Mitglieder im vergangenen Jahr einem Menschen, der akut in Not war, das Leben retten müssen: Ein etwa 50 Jahre alter Mann erlitt beim Schwimmen eine Kreislauferschöpfung.

Die DLRG weist darauf hin, dass die rotgelben Flaggen anzeigen, dass ein Strand bewacht ist. Eine gelbe Flagge bedeutet Verbot für Nicht- und ungeübte Schwimmer, eine rote Flagge bedeutet absolutes Badeverbot. Eine Bitte hat Björn Fischer an alle Hundehalter: „Es wäre schön, wenn die Hunde während der Saison auf der Promenade bleiben könnten. Sie haben nichts am Strand verloren.“ Und mit einem Lächeln antwortet er schon prophylaktisch auf die etlichen Fragen, die den Wachgängern auch in diesem Sommer wieder gestellt werden. „Nein, wir bieten keine Schwimmkurse am Strand an.“

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