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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 12:44 Uhr

jahrestreffen : Die dänische Bereicherung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die dänische Minderheit hat ihr 90. Jahrestreffen auf dem IF-Sportplatz im Hans-Christian-Andersen-Weg gefeiert. Bürgermeister Jörg Sibbel: „Die dänische Minderheit bereichert das Leben der Eckernförder.“

Traumwetter, Traumstimmung, Traumresonanz und super Vorbereitung – das waren die Grundpfeiler des 90. Jahrestreffen der dänischen Minderheit. Das, was am Sonnabend auf dem IF-Sportplatz im Hans-Christian-Andersen-Weg vom ehrenamtlichen Helferteam um Gitte Haugaard-Werner und Fred Witt auf die Beine gestellt wurde, zog denn auch eine Menge Menschen an, darunter sehr viele Kinder mit ihren Eltern, egal ob deutsch oder dänisch.

„So 800 Leute schätze ich, mindestens“ – Fred Witt, erster Vorsitzender des Kulturvereins des SSF ist zufrieden. Er wirbelt von einem Ort zum anderen, hilft hier, gibt dort Anweisungen und berichtet noch schnell von den zehn Schülern, die immer beim Auf- und Abbau helfen und so einen Obolus für die Klassenkasse verdienen.

In ihren Begrüßungsreden betonten die verschiedenen Gäste aus lokaler und dänischer Politik das gute Verhältnis von Deutschen und Dänen in der Stadt. So konstatierte Bürgermeister Jörg Sibbel: „Die dänische Minderheit bereichert das Leben der Eckernförder.“ Man pflege ein konstruktives und lebendiges Miteinander, wofür er sich bedanke. Er sei überzeugt, dass das auch in Zukunft so bleibe.

Karla, Mareike und Emily Berchim aus Güby, drei Generationen einer Familie (Urgroßmutter, Urenkelin, Enkelin), genießen den sonnigen Tag. Die vierjährige Emily geht in den dänischen Kindergarten und hat bei „Stomp“, der Trommelvorführung, mitgesungen und mitgerasselt. „War das schön?“ Emily guckt zu Seite, nickt und lacht.

Das Motto der diesjährigen Feier „Südslesvig – eine dänische Erzählung“ soll an die vergangenen 150 Jahre erinnern, vom Krieg 1864, über die Grenzfestlegung 1920, bis hin zum Jetzt-Zustand, in dem sich Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung respektieren. „Zu 100 Prozent. Wenn wir das so sagen, haben wir nicht gelogen“, weiß Witt.

Zwischen den vielen bunten Buden mit Waffeln und anderen selbst gemachten Leckereien informiert Christine Mohrbach aus Barkelsby über ein neues Projekt: Bei „En hal for alle“ (Eine Halle für alle) geht es um eine Multifunktionshalle, die allen 15 dänischen Einrichtungen und allen Eckernfördern offen stehen soll: Mit Konzerten, Cafeteria, Pausenraum für Kindergartenkinder, Seniorentreffpunkt, Platz für kirchliche Großveranstaltungen oder Sport aller Art – die Liste der Nutzungsmöglichkeiten ist lang. „Seit August 2013, seit alle Vereine grünes Licht gegeben haben, bilden wir jetzt einen Vorstand, der die Pläne ausarbeitet und einen Spendenverein gründet.“ Die Halle solle sich idealerweise auf der „dänischen Ecke“ befinden, die Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering fördere und unterstütze das Vorhaben.

Davon wissen Jonna und Silja Burkart aus Güby nichts. Sie sitzen auf dem Wursttresen, lassen die Beine baumeln, genießen die Sonne und ihre leckere Bratwurst.

 

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