DRK Barkelsby : Die Blutspende als Familienausflug

Familienausflug zum Blutspendetermin: Meike und Hauke Jess sind zwei von 72 Menschen, die am Wochenende in Barkelsby Blut spenden. Ihre Kinder Nana (17) und Lone (6) leisten ihnen während der Spende Gesellschaft. Foto: Ritterbusch
Familienausflug zum Blutspendetermin: Meike und Hauke Jess sind zwei von 72 Menschen, die am Wochenende in Barkelsby Blut spenden. Ihre Kinder Nana (17) und Lone (6) leisten ihnen während der Spende Gesellschaft. Foto: Ritterbusch

Ortsverein lud zu Sondertermin am Ostersonnabend, um Engpässen vorzubeugen. 72 Spender, darunter drei Erstspender, kamen zum Aderlass.

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02. April 2013, 08:14 Uhr

Barkelsby | Familienausflug zum Blutspenden: Während Meike und Hauke Jess am Sonnabend beim Blutspendetermin des DRK Barkelsby auf den Liegen lagen und sich Blut abnehmen ließen, leisteten ihnen die 17-jährige Nana und die sechsjährige Lone Gesellschaft. Es sei der erste Familienausflug zum Blutspenden, berichtete Hauke Jess. Den Blutspendetermin an einem Sonnabend anzusetzen, sei eine gute Idee, fand der Barkelsbyer. Das passe ihm zeitlich sehr gut. "Es ist wichtig, dass man spendet. Blut wird überall gebraucht."

Während der kaufmännische Angestellte schon zum zweiten Mal Blut gespendet hatte, war es für die 45-jährige Meike Jess das erste Mal. Sie war eine von drei Erstspendern. "Es ist wichtig, Blut zu spenden", fand auch die Arzthelferin aus Barkelsby. Schließlich würde das Blut untersucht, und man könnte anderen Menschen helfen. Mit dem kleinen Pieks habe sie keine Probleme. "Es ist alles gut", sagte sie.

"Es kostet schon Überwindung, sich hier hinzulegen und Blut abzapfen zu lassen", fand dagegen Kirstin Schleschka. Auch sie ging zur Blutspende. Zum ersten Mal. "Ein bisschen" habe sie mit dem Pieks schon gehadert, verriet die 42-Jährige aus Barkelsby. Aber: "Alle sind total lieb und freundlich", berichtete sie von ihren ersten Eindrücken.

Insgesamt 72 Spender zählten die Mitglieder des DRK am Sonnabend. "Unglaublich, damit hätte ich nicht gerechnet", zeigte sich Bettina Schönknecht, Teamärztin beim DRK, mit der Teilnehmerzahl zufrieden. "Die Akzeptanz ist sehr groß." Wenn Feiertage anstünden, gebe es oft Sondertermine, um Engpässen vorzubeugen. Zudem würden aus dem gespendeten Blut auch Thrombozyten-Präparate hergestellt, wie sie etwa an Krebs erkrankte Menschen benötigten. Da diese Präparate nur drei Tage haltbar seien, sei der Termin am Sonnabend wichtig, um auch am Ostersonntag und -montag entsprechende Präparate zur Verfügung zu haben, so Schönknecht. Spenden kann jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 70 Jahre. Mit ärztlichem Attest sei es sogar möglich, bis 71 Jahre zu spenden, machte die Ärztin deutlich.

Wichtig ist, vor der Spende etwas gegessen zu haben und nicht mit leerem Magen zum Termin zu kommen. Auch sollten Spendenwillige über den Tag verteilt einen bis eineinhalb Liter getrunken haben, riet Schönknecht. "Dann ist der Kreislauf stabil." Auch nach dem Aderlass sei es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Damit die Spender sich stärken können, gibt es nach der Spende etwas zu essen und zu trinken. Die Mitglieder des DRK hatten Gulaschsuppe und Meterbrot bereitgestellt. Wer es lieber etwas süßer mochte, konnte sich am Apfel- oder Quark-Kirschkuchen bedienen. Auch Sönke Greve stärkte sich nach der Blutspende. "Wir können alle in die Lage kommen, dass wir Blut brauchen", erzählte der Barkelsbyer, warum er schon über 20 Mal Blut gespendet hat. Auf dem Land sei alles etwas persönlicher, jeder helfe jedem. Am Sonnabend war er gerne gekommen. "Das ist wichtig, damit es Vorräte gibt", betonte der 42 Jahre alte Schädlingsbekämpfer. Ihm gefiel die Idee des Blutspendetermins am Sonnabend, weil dann viele Menschen Zeit hätten. Außerdem: "Blut wird immer gebraucht."

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