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Die blauen Schuhe – etwas, was nur Frauen verstehen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hochzeitsvorbereitung: Die Schuhe müssen zum neuen Kleid passen und das Kleid zu den neuen Schuhen

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 06:08 Uhr

Freundin Trixi hat Sorgen, Kleidersorgen, eher noch Schuhsorgen … Sie ist nämlich mit ihrem Mann eingeladen, in Hannover die Hochzeit eines Neffen zu feiern. Es sind obendrein zwei Übernachtungen eingeplant. Nun ist sie erstens eine schlechte Beifahrerin und zweitens fährt sie äußerst ungern Autobahn. Das ist das eine Problem, das andere scheint im Moment aber wichtiger: Es besteht in der Beschaffung eines hochzeitsgerechten Outfits.

Klar, ihr Mann macht sich in dieser Richtung wenige Gedanken, seine Möglichkeiten sind, wie bei den meisten Männern, ja eher beschränkt, wenn es um Festlichkeiten geht. Die Sorgen haben immer die Frauen, und immer verstehen die Männer das nicht wirklich. Wenn Trixi nun ihr Lieblingskleid anziehen könnte, hätte auch sie keine Sorgen, aber nachdem sie es auf drei Silvesterpartys hintereinander getragen hat, hat ihr Mann ihr angedroht, sie nicht mehr zu begleiten, sollte sie es noch einmal …

Ja, und somit stellt sie sich die Frage fast aller Frauen: Was ziehe ich nur an! Dann findet sie nach längerem Suchen und Anprobieren ein blaues Kleid mit einem Spitzenüberwurf, praktisch ein Kleid und ein Kleid. Zu den bevorstehenden Kosten gesellen sich jetzt ein üppiger Preis für dieses Kleid und die Kosten für die Schneiderin, die ja regelrecht zwei Kleider kürzen muss.

Aber die Schuhe scheinen sich jetzt als das dritte und größte Problem zu erweisen. Trixi erzählt uns zwei Freundinnen beim Frühstück, dass sie inzwischen alle Schuhgeschäfte unsicher gemacht hätte, die Preise Laden für Laden immer teurer zu werden scheinen, und – was am schlimmsten ist –, keine blauen Schuhe für das blaue Kleid zu finden sind. Es sollen aber partout blaue sein …

Nun kommen wir ins Spiel. Wir schlagen ihr vor, mit uns noch einen Versuch zu wagen. Da wäre doch um die Ecke diese kleine exquisite Kleiderboutique, und die hätte auch kleine exquisite Schuhe.

Wir machen uns auf den Weg, werden freundlich begrüßt, und auf die Frage nach unseren Wünschen verstehen wir das Ausmaß des Problems. Blaue Schuhe hätte sie gern, meint Trixi, aber High Heels? Nein, zu hoch. Vielleicht diese Ballerinas in schimmerndem Blau? Nein, flach ist, naja, einfach zu flach. Und dieser Keilabsatz, den will sie schon gar nicht. Ein dezenter Absatz wäre schön und dann einfach nur noch blau …

Es kommt, wie es kommen muss – wir verlassen das Geschäft ohne Schuhe, aber weiterhin mit einem Problem. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Für den heutigen Tag verabschieden wir uns voneinander.
Aber dann, nachdem Trixi noch einmal von vorn anfängt, strahlt eine Schuhverkäuferin – inzwischen ist sie ja bei allen gut bekannt –, und präsentiert ihr, ja, tatsächlich die richtigen blauen Schuhe.

Die Feier am kommenden Wochenende in Hannover begeht die Familie total entspannt. Auch der Ehemann ist zufrieden, dass er eine zufriedene Ehefrau – was sage ich –, eine glückliche Ehefrau an seiner Seite hat.

Ende gut, alles gut? Mitnichten, denn nun hat Trixi in einem „ihrer“ Schuhgeschäfte ein Paar blaue Stiefelchen gesehen – und nach dem Zureden ihrer Schwester tatsächlich gekauft. Das Problem ist jetzt das Kleid – ein neues passendes Kleid muss her, denn zu dem Spitzenüberwurf? Nein, das geht gar nicht! Übrigens: Die Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist nicht ausgeschlossen…

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