Es geht voran : Die Alte Fischräucherei macht Dampf

Am 12. April wird der Startschuss für die offiziellen Räuchervorführungen gegeben. Vereinsbeisitzer Uwe Bengius präsentiert die frisch sanierten Altonaer Öfen, die dafür zum Einsatz kommen.
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Am 12. April wird der Startschuss für die offiziellen Räuchervorführungen gegeben. Vereinsbeisitzer Uwe Bengius präsentiert die frisch sanierten Altonaer Öfen, die dafür zum Einsatz kommen.

Der Verein hat im vergangenen Jahr 236000 Euro umgesetzt und dabei ehrenamtlich handwerkliche Arbeiten im Wert von 100000 Euro geleistet. Große Teile der Räucherei sind schon saniert.

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29. März 2014, 06:02 Uhr

Zahlen waren es, die bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Alte Fischräucherei vor allem beeindruckten. Zahlen und die Feststellung, wie weit das Projekt, die ehemalige Räucherei Hopp in der Gudewerdtstraße 71 in eine Museumsräucherei umzuwandeln, durch Eigenarbeit schon gekommen ist.

Allein eine viertel Million Euro hat der Verein im vergangenen Jahr umgesetzt – 200 000 Euro verschlangen die Sanierungsarbeiten, die sowohl von Firmen als auch in Eigenarbeit erfolgt sind. Genausoviel wurde an Zuschüssen, EU-Geldern und städtischen Mitteln eingenommen. 2030 Arbeitsstunden sind geleistet worden, 1500 Gäste haben die Räucherei bei Veranstaltungen und an den offenen Sonnabenden besucht. Ganze 2370 Teilnehmer in 79 Gruppen haben allein Opsteekfru Stine (Christel Fries) und Fischer Fiete (Werner Pötzsch) durch die Räumlichkeiten geführt. Die Mitgliedszahl des Vereins ist auf 134 angestiegen.

Im vergangenen Jahr ist die Schornsteinsanierung abgeschlossen worden, das Dach wurde saniert und ein Geruchs- und Emissionsgutachten in Auftrag gegeben. Die Kosten in Höhe von 2300 Euro hat die Stadt übernommen. Mit dessen Fertigstellung hat der Verein die Erlaubnis erhalten, dreimal pro Woche für zwei Stunden zu räuchern. Der Auftakt für die offiziellen Räuchervorführungen in den sanierten Altonaer Öfen erfolgt am Sonnabend, 12. April, um 11 Uhr.

Im Januar dann hat der Verein die vollständige Baugenehmigung mit Räuchereierlaubnis erteilt bekommen – zuvor konnten Handwerker und Vereinsmitglieder nur aufgrund von Teilbaugenehmigungen tätig werden. Das Interesse an der Museumsräucherei ist überregional erkennbar: Unter anderem hat der NDR direkt aus der Räucherei übertragen.

Einen besonderen Dank richtete Vereinsvorsitzende Katharina Mahrt an die ehrenamtlichen Handwerker, die dem Verein mit ihrer Arbeit fast 100 000 Euro Kosten erspart haben. Ebenso dankte sie den Spendern, die ihre Feiern und Geburtstage dazu genutzt haben, um Geld für die Räucherei zu sammeln. Und auch das Team, das bei Veranstaltungen das Publikum bewirtet und damit Einnahmen generiert hat, und die Mitarbeiter, die eher im Verborgenen arbeiten, blieben nicht unerwähnt. Zu guter Letzt erntete aber auch Katharina Mahrt Anerkennung: „Wie man das alles ehrenamtlich neben dem Job leisten kann, ist wahnsinnig“, sagte Christel Fries und lobte den gesamten Vorstand.

Als Mann der ersten Stunde trat Hans Jörg Petersen aus Altersgründen von seinem Amt als 2. Vorsitzender zurück, wurde aber im Anschluss zum Nachfolger von Monika Breustedt als Beisitzer gewählt. Seine Nachfolge als 2. Vorsitzender tritt Werner Pötzsch an.

Der erste Bauabschnitt, in dem das Erdgeschoss saniert wird, soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Freiwillige Helfer für die Handwerksarbeiten und das Bewirtungsteam sind gern gesehen.

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