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Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft : Die Ära Kennedy beginnt

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Beate Kennedy gestern zum Nachfolger von Knut Kammholz gewählt

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erstellt am 04.Mai.2013 | 06:58 Uhr

Eckernförde | Zum Auftakt der Wilhelm-Lehmann-Tage 2013 trafen sich gestern der Vorstand der Literaturgesellschaft und Mitglieder zur Versammlung im Ratssaal des Rathauses Eckernförde. In seinem Bericht hielt der Vorsitzende Knut Kammholz zum neunten und letzten Mal Rückblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, erwähnte neue Publikationen Leh manns und im Besonderen die Veröffentlichung des Hörbuches "Der Provinzlärm". Diese Neuerscheinung - gelesen von Hanns Zischler - und mit einem informationsreichen Booklet von Prof. Dr. Peter Nicolaisen versehen, fand sogar einen Hinweis im "Spiegel". Mit großem Bedauern hatte man im zurückliegenden Jahr Abschied nehmen müssen von Peter Nicolaisen. Knut Kammholz: "Er hat sich um die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft verdient gemacht, wir vermissen ihn sehr."

Der bis zum gestrigen Tage 1. Vorsitzende Kammholz "empfindet es persönlich als deprimierend", dass es der Stadt Eckernförde bisher nicht gelang, für Wilhelm Lehmann - wenn schon kein Haus, so doch einen Raum - zur Verfügung zu stellen. "Man geht in der Stadt offensichtlich davon aus, dass Lehmann nur etwas für Spezialisten sei und nicht von allgemeinem Interesse." Er könne sich einen Raum für Lehmann im Erdgeschoss der Willers-Jessen-Schule gut vorstellen.

Er dankte den Sponsoren, mit deren Hilfe das Hörbuch erst möglich wurde, so der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein, der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz, der Elisabeth-Eifert-Stiftung und der Stiftung Förde Sparkasse.

En bloque wurde der bisherige Vorstand entlastet und der künftige für die Jahre 2013 bis 2016 einstimmig gewählt. Neu in der Riege: Dr. Wolfgang Menzel von der Pädagogischen Hochschule in Kaiserslautern als Nachfolger für Claus Müller. In ihren Ämtern bestätigt: Prof. Dr. Uwe Pörksen aus Freiburg, Jutta Johannsen und Dieter Schütz. Die neue 1. Vorsitzende ist Beate Kennedy. Sie ist Germanistin, hat jüngst ihre Promotion eingereicht und wird ab Herbst Vorsitzende des Germanistenverbandes bundesweit sein. Sie sieht in Eckernförde weiterhin den "idealen Ort", Lehmann anzusiedeln, plant, seine Bekanntheit in der Stadt, in Schulen, bei Touristen ("Potential für Kulturreisende!") zu fördern, ist sich weiterer Qualität in der Literatur-Forschung sicher und will weitere Leseabende veranstalten.

Beate Kennedy lobte, was in neun Jahren alles geschaffen wurde, ist stolz auf die Tatkraft und den Erfolg der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft - die neue Vorsitzende hat sich Kontinuität auf ihre Fahnen geschrieben.

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