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Poetry Slam : Dichter überzeugen Zuhörer in sieben Minuten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum dritten Mal fand der „Poetry Slam“ im Showpalast statt. Volles Haus, starke Akteure auf der Bühne. Das Publikum bewundert Mut der Jugendlichen

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 07:16 Uhr

Eckernförde | Keine Requisite oder Kostüme, kein Gesang oder Musikinstrument, ausschließlich eigene Texte und sieben Minuten Zeit. Das sind die Regeln beim „Poetry Slam“. Inhaltlich ist alles erlaubt, was gefällt. Zum dritten Mal fand die „Dichterschlacht“ im Eckernförder Showpalast statt. Vor knapp 100 Zuhörern präsentieren fünf Männer und eine junge Frau ihre Werke. Die Vorträge wurden von zehn zufällig ausgewählten Gästen benotet. Es galt, Punkte zwischen eins und zehn zu verteilen.

Mit „Schein und Sein“ schaffte es Elisa Schermer in der zweiten Runde ins Finale: „Was ist, wenn man sich nicht traut, sich dem hinzugeben wonach die Gefühle sich sehnen, nur weil andere es übergehen“ – so geht ihr Gedicht los. Die 19-jährige Schülerin hat schon früh ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckt. Am „Poetry Slam“ nahm sie zum zweiten Mal teil. „Ich finde schön, dass jeder sagen kann, was er will. Es ist egal, ob es lustig oder tiefgründig ist. Man stellt sich einfach auf die Bühne und jeder würdigt es.“

Und so war es auch. Nur knapp verlor sie das Rennen gegen den promovierten Sprachwissenschaftler Klaus Urban, der in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche Literaturpreise gewann und seit fünf Jahren auch beim „Poetry Slam“ auf der Bühne steht. „Es ist sehr inspirierend. Ich lerne gerne junge Leute kennen und habe viel Spaß mit dem Publikum. Es ist ganz anders als bei einer Lesung.“

So einen „Profi“ dabei zu haben, fand Barbara Bruhn etwas ungerecht: „Das ist gar nicht miteinander zu vergleichen. Aber vielleicht ist es für die jungen Leute ganz gut, damit sie ein Ziel haben.“ Auch Marcus Kirschbaum sieht Urban in einer anderen Liga: „Seine Texte sind um Klassen besser, obwohl ich fand, dass sie zu schnell vorgetragen wurden, um richtig aufgenommen zu werden.“

Interessiert verfolgte Brigitte Voß, womit sich die Teilnehmer befassen: „Es eine gute Möglichkeit für junge Leute, sich mit der Sprache auseinanderzusetzen. Ich finde es gut, dass sie den Mut haben, sich öffentlich darzustellen.“

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