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Großeinsatz der Feuerwehren : Dichter Qualm vernebelt Sehestedt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

160 Feuerwehrleute bekämpfen Brand auf Resthof am Kanal/ Anwohner mussten Fenster und Türen geschlossen halten

Sehestedt | Ein Brand in Sehestedt hat gestern zu einem der größten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre in der Region geführt. Acht Freiwillige Feuerwehren waren fast den ganzen Tag damit beschäftigt, das Feuer in einer ehemaligen Scheune auf einem Resthof in unmittelbarer Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal zu löschen. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Die Einwohner Sehestedts wurden von der Feuerwehr aufgefordert, Türen und Fenster wegen des Qualms geschlossen zu halten.

Gegen 10 Uhr war das Feuer in einem Haus an der Straße „Alter Fährberg“ im südlich des Nord-Ostsee-Kanals liegenden Ortsteil der Gemeinde ausgebrochen. Laut Angaben der Polizei hatte es seinen Ursprung in einer Werkstatt im hinteren Teil des Gebäudes, das zur Straße hin als Wohnhaus genutzt wurde. Es wurde komplett zerstört. Entdeckt wurden die Flammen durch den schrillen Alarmton eines Rauchmelders. Der Eigentümer hatte daraufhin offenbar noch vergeblich versucht, selbst zu löschen. Zuerst wurden die Ortswehren Sehestedt, Ehlersdorf und Bovenau alarmiert, die schnell feststellten, dass weitere Kräfte nötig waren, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Neben den Freiwilligen Feuerwehren Holtsee, Borgstedt, Groß Wittensee und Bünsdorf kamen auch Kameraden aus Rendsburg mit dem Teleskoparm-Fahrzeug zum Einsatz. Bis zum Nachmittag waren rund 160 Feuerwehrleute vor Ort – 30 davon im Wechsel mit Atemschutzmasken. Zum Vergleich: Beim Großbrand des Autohauses Fräter in Rendsburg vor gut zwei Jahren waren etwa 200 Kameraden im Einsatz.

Doch weniger die Größe des Brandes war in Sehestedt die Schwierigkeit für die Wehrleute. Sie mussten von der schmalen Straße und auf dem engen Grundstück erst einmal an den Brandherd herankommen. Als auch noch das Dach zum Teil einstürzte, erreichte das Löschwasser die Flammen kaum noch. „Unser Problem ist, dass es unter der Konstruktion weiterbrennt“, sagte Claus Henning, stellvertretender Amtswehrführer der Hüttener Berge. Per Teleskoparm versuchten die Wehrleute, das Dach von oben zu öffnen. Das gelang zunächst nicht.

Das Feuer verursachte dichten Rauch, der vom Wind zum größten Teil auf die Nordseite des Kanals gedrückt wurde. Per Rundfunk-Durchsage wurde die Einwohner darauf hingewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Brandgase sind grundsätzlich gesundheitsschädlich“, sagte Claus Henning dazu.

Wie es zu dem Brand kam, ist nach Angaben Polizei noch bisher noch unklar. „Der Sachschaden beläuft sich auf eine Summe zwischen 100  000 Euro und 150  000 Euro. Zur Brandursache können im Moment keine Angaben gemacht werden“, heißt es in einer Mitteilung. Die Kriminalpolizei hat die Brandstelle beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

Der Fährverkehr über den Nord-Ostsee-Kanal in unmittelbarer Nähe des Brandorts wurde nicht unterbrochen. Es kam jedoch zu längeren Wartezeiten für Autofahrer.

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