Maritimer FUENFKAMPF : Deutschland holt sieben Medaillen

Die deutschen Männer um Trainer und Einzel-Silbermedaillengewinner Matthias Wesemann (rechts) mussten sich nur den Polen geschlagen geben und holten in der Endabrechnung Silber.
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Die deutschen Männer um Trainer und Einzel-Silbermedaillengewinner Matthias Wesemann (rechts) mussten sich nur den Polen geschlagen geben und holten in der Endabrechnung Silber.

Beim CISM Open European Cup der Maritimer Fünfkämpfer holten die Deutschen insgesamt sieben Medaillen. Das einzige Gold holte Irène Porschhöfer als beste Newcomerin.

shz.de von
17. Juli 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Deutlich besser als zuvor befürchtet ist der CISM Open European Cup in Eckernförde für die Maritimen Fünfkämpfer aus Deutschland gelaufen. Nach dem für alle unbefriedigenden Abschneiden beim Ländervergleich in Finnland sackten die Gastgeber diesmal reichlich Medaillen ein. Insgesamt wurden deutsche Athleten oder Mannschaften sieben Mal auf das Podest gebeten.

Die offizielle Siegerehrung fand gestern bei strahlendem Sonnenschein auf dem Kasernengelände der Hindernisbahn – übrigens der einzigen in Deutschland – in Eckernförde statt. Fregattenkapitän Christof Reßing begrüßte alle Sportler und sprach ihnen seine Anerkennung aus. Gemeinsam mit dem Leiter der Sportfördergruppe, Lars Apitz, nahm er im Anschluss die Ehrung der Teilnehmer und Mannschaften vor.

Die einzige deutsche Goldmedaille holte Irène Porschhöfer als beste Newcomerin vor ihrer Mannschaftskameradin Wencke Steensen, die Silber holte. Für Porschhöfer war dies ein kleiner Trost dafür, dass sie in der Gesamtwertung der Frauen nur haarscharf an der Bronzemedaille vorbei geschrammt war. Bei den männlichen Newcomern kam Domenique Bogs auf Rang zwei hinter dem Polen Mateusz Kierzkowski. In der Einzelwertung der Männer musste sich der deutsche Trainer Matthias Wesemann ebenfalls nur einem Polen, in diesem Fall Jacek Sliwinski, geschlagen geben. Er landete auf Platz zwei vor Giacomo Gellert. Dessen Bronzemedaille ist als großer Erfolg für die deutsche Mannschaft zu werten, da der Eckernförder wochenlang wegen einer rätselhaften Erkrankung nicht trainieren konnte und erst kurz vor der ersten Disziplin, dem Hindernislauf am Dienstag, anhand der Blutbilder grünes Licht von den Ärzten bekam.

In der Mannschaftswertung erreichten beide deutschen Teams einen Podestplatz. Die Männer mussten dem Dauerrivalen aus Polen den Vortritt lassen, konnten mit Silber allerdings gut leben. Die Frauen landeten hinter Finnland und Schweden auf Rang drei.

„Insgesamt war es ein klasse Wettkampf“, lobt Wesemann nicht nur das gute Abschneiden der eigenen Mannschaft, sondern auch die enorme Leistungsdichte der Athleten. Ein Sonderlob sprach er dabei an Dirk Schulke aus, „der endlich einmal seine gewohnt starken Leistungen aus dem Training auch im Wettkampf zeigen konnte. Im Gegensatz zu Finnland hat er sein Ergebnis um mehr als 1000 Punkte verbessern können. Das freut mich sehr, weil er sich für den Aufwand, den er betreibt, auch einmal selbst belohnt hat. Seine Punkte haben uns in der Mannschaftswertung geholfen.“ Abgeschlossen wurde der Open European Cup mit einem gemeinsamen Barbecue.

Hinweis: Ein ausführliches Interview mit dem Trainer der deutschen Maritimen Fünfkämpfer, Matthias Wesemann, folgt in einer unserer nächsten Ausgaben

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