Militär und Rüstung : Deutsche und norwegische Marine wollen enger zusammenarbeiten

Das neue hochmoderne U-Boot „U36“ liegt nach einem Festaktes zur Indienststellung an einem Kai auf dem Marinestützpunkt in Eckernförde (Schleswig-Holstein). Mit der Übernahme des letzten Bootes der Baureihe „U212 A“  komplettiert die Marine ihre U-Boot-Flotte.
Der Marinestützpunkt in Eckernförde. /Archiv

Beide Seiten haben am Donnerstag eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart. Für die Kieler Werft brachten die Norweger Aufträge für den Bau von U-Booten mit.

Avatar_shz von
08. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Eckernförde | Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, und der norwegische Konteradmiral Nils Andreas Stensønes haben am Donnerstag im Marinestützpunkt Eckernförde eine langfristige strategische Partnerschaft der deutschen und der norwegischen Marine vereinbart. Die Ausbildung der U-Bootfahrer werde gleichermaßen zertifiziert, sodass norwegische U-Bootfahrer auf deutschen U-Booten eingesetzt werden könnten und umgekehrt, sagte ein Marinesprecher.

Auch bei der Minen-Kriegsführung, der U-Boot-Jagd und im Oberwasserbereich arbeite man künftig eng zusammen. Dafür soll eine neue Generation von Flugkörpern gemeinsam entwickelt werden, um langfristig See- und Landziele auch in großen Entfernungen von etwa 200 Kilometern wirkungsvoll bekämpfen zu können.

Norwegen will vier U-Boote auf der Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) bauen lassen, die deutsche Marine zwei weitere U-Boote – aber mit eigenen Spezifikationen. Der Vertrag mit TKMS soll 2019 unterzeichnet werden. Die neuen U-Boote für Norwegen sollen ab etwa 2025 und für die deutsche Marine etwa ab 2027 geliefert werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen