SCHÜLERAUSTAUSCH : Deutsch-französische Gemeinschaft leben

Französische Austauschschüler aus Perpignan zu Gast in der Peter-Ustinov-Schule.
Französische Austauschschüler aus Perpignan zu Gast in der Peter-Ustinov-Schule.

Der achte Schüleraustausch an der Peter-Ustinov-Schule stand unter dem Motto „Gemeinsam Kunst und Kultur erleben und gestalten“. Oftmals entstehen aus dem Austausch langlebige Freundschaften.

shz.de von
30. März 2017, 06:40 Uhr

Eckernförde | Eine Woche intensiver Schüleraustausch stand auf dem Stundenplan der Peter-Ustinov-Schule. Zum achten Mal besuchten 20 Schüler aus der südfranzösischen Stadt Perpignan die Eckernförder Gemeinschaftsschule. Aus einer großen Stadt mit fast 121000 Einwohnern in das beschauliche Eckernförde zu kommen sei ein Erlebnis, berichten die Gäste. Für eine Woche im März gab es ein buntes Programm unter dem Motto „Gemeinsam Kunst und Kultur erleben und gestalten“.

Eine Hamburg Reise mit Besuch der Kunsthalle und der Aussicht von der Plattform der Elbphilharmonie waren ebenso Höhepunkte wie der Besuch der Bonbonkocherei in Eckernförde. Die Lehrerinnen Johanne Dubicki und Nicola Lange begleiteten den Austausch. Angeregte Gespräche wurden in den Sprachen Deutsch und Französisch, ab und an Englisch geführt. Und wenn es nicht gleicht klappe, gebe es ja zur Verstärkung noch Hände und Füße, so die Schüler des 11. und 12. Jahrgangs, die am Austausch teilnehmen.

Am letzten Tag steht gemeinsames Gestalten an. Die Aufgabe ist vorgegeben, es werden kreative Schlösser gestaltet, zu denen eine ausgedachte, erzählte Geschichte gehört. Einige Gruppen haben anhand der Bildervorlagen des Malers Caspar David Friedrich ähnliche Fotos „Mit dem Rücken zum Betrachter“ gemacht. Überall herrscht buntes Stimmengewirr. Für die Partnerschüler Pauline Gilbert (17) und Lisa Giunand (17) ist der Schulalltag in Deutschland viel entspannter und nicht so streng wie in Frankreich. „Besonders das Gemeinschaftsgefühl ist hier ganz toll“, schwärmen die Französinnen. Gemeinsam mit Hannah Kuhberg (17) und Sophie Schumacher (17) gestalten sie ein Schloss, am Gebäude wehen die deutsche und die französische Flagge. „Die passende Geschichte fällt uns sicher beim Gestalten ein“, sind sich die vier jungen Frauen einig. Das Kennenlernen anderer Kulturen und die Verbesserung der Sprachkenntnisse stehen im Vordergrund des Schüleraustausches. Nicht selten entstehen aber auch Freundschaften zwischen den Schülern, die über Jahre halten, weiß Madame Delbecq, die selbst schon enge Kontakte zu den Lehrkräften an der Peter-Ustinov-Schule geknüpft hat.

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