Der Wasserturm wird eingedeckt

Nachschub aus der Luft: Die Dachziegel für die Sanierung des Borbyer Wasserturms wurden mit einem großen Kran angeliefert.
Nachschub aus der Luft: Die Dachziegel für die Sanierung des Borbyer Wasserturms wurden mit einem großen Kran angeliefert.

Bystedtredder für Kranarbeiten gesperrt / Anlieferung der Dachpfannen mit 100-Tonnen-Kran

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30. Juli 2014, 06:21 Uhr

Viel schmaler hätte der Bystedtredder auf Höhe des Borbyer Wasserturms nicht sein dürfen, als gestern mithilfe eines 100-Tonnen-Krans die erforderlichen Dachziegel für den Turm in die Höhe gebracht wurden.

Vollsperrung für rund drei Stunden, die vorinformierten Nachbarn ließen sich das Schauspiel nicht entgehen, als sich in rund 20 Minuten der 35 Meter hohe Kran mit einer Ausladung von knapp über 50 Metern vollautomatisch entfaltete. „Bei dieser Ausladung gehen noch 1,9 Tonnen Gewicht“, versicherte Kranführer Manuel Breukel, bei Bedarf kann die maximale Kranhöhe auf 55 Metern gestellt werden, dann aber nur 43 Meter weit. Seinen 35 Meter hohen Arbeitsplatz erreicht er über einen Fahrstuhl. „Ich bin der Einzige aus der Firma, der schwindelfrei ist und da oben arbeitet“, berichtete Breukel, der sichtlich Spass an seinem Job hat, alle anderen bedienen das technische Wunderwerk per Fernbedienung vom Boden aus. Bis Windstärke sieben kann das 900000 Euro teure Gerät eingesetzt werden, bei einem Kontergewicht von zehn Tonnen, dazu 60 Tonnen Fahrzeugewicht, schwankt es dann trotzdem noch einen Meter hin und her.

Zu transportieren waren gestern zehn Paletten Dachziegel, die man huckepack, wie eine kritische Nachbarin vorschlug, schwerlich nach oben gebracht hätte. Mehr als zwei Drittel der „Mönch/Nonne“ Eindeckung haben Meik Creutz, Florian Küter und Valentin Möller von der ausführenden Dachdeckerfirma direkt vom Haken gleich auf den Sparren und dem Dachboden verteilt. Die eher alte Ziegelart, die in Bayern durchaus noch üblich ist und von dort speziell angeliefert wurde, ist auch für die Dachdecker vor Ort absolutes Neuland: „In der Firma hat die noch nie jemand verlegt“, gestand Firmenchef Hauke Hass, der sicherheitshalber bei den 2700 Stück gleich 15 Prozent Reserve einkalkuliert hat.

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