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Standpunkt : Der Strand ist für alle da – jederzeit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Großen Diskussionsbedarf gibt es in dieser Sache eigentlich nicht. Es gibt zwar – wie immer in solchen Fällen – einen Interpretationsspielraum und unterschiedliche Wahrnehmungen und Darstellungen, aber es scheint schwer vorstellbar, dass sich diese Gruppe netter junger Leute am Strand so daneben benommen haben soll, dass sie nachts mit einem Platzverbot des Strandes verwiesen werden musste. Auch wenn da beim Sprung ins Wasser ein etwas lauterer „Juchzer“ dabei gewesen ist und der gleiche Wachmann sie ein paar Tage später wieder am Strand angetroffen hat. Nach einer kurzen internen Rückkopplung zwischen Touristik und Sicherheitsdienst und einer erneuten Verortung der Aufgaben und des Auftretens sollte das Thema geräuschlos und schnell einvernehmlich geklärt und zu erledigen sein.

Einer der ganz großen Vorzüge Eckernförde ist es nun einmal, dass Strand, Hafen und Stadt so dicht beieinander liegen. Das gibt es sonst kaum, hat viele Vorteile und macht Eckernförde so attraktiv. Das bedeutet aber auch, dass Menschen direkt am Strand wohnen, wie vor allem am Jungfernstieg und am Exer. Radau ist da am Strand sicherlich fehl am Platze, aber darüber muss nicht groß diskutieren – das wissen alle. Zum Miteinander und zur Realität gehört es eben auch, dass die Anwohner in diesen exklusiven Lagen damit leben müssen, dass der öffentliche Strand vor ihrer Haustür rund um die Uhr genutzt und frequentiert werden kann. Die Lage und der schöne Blick haben ihren Preis, im doppelten Sinne. Eigentlich kann man in Eckernförde mit dieser Konstellation auch bestens umgehen. Und das sollte auch so bleiben.

Erfreulich ist – ganz unabhängig von den möglicherweise unterschiedlichen Wahrnehmungen – in diesem Fall, dass die jungen Leute, die sich ungerecht behandelt fühlen, das auch so offen und selbstbewusst aussprechen. Nur so kann eine öffentliche Diskussion einsetzen, können künftig Missverständnisse vermieden, Akzeptanz aufgebaut werden und vielleicht sogar gegenseitiges Verständnis wachsen.

Dieser Weg ist genau der richtige. Und der passt gut zu Eckernförde.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 06:14 Uhr

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