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Kulturbühne Spieker : Der Spieker hat seinen eigenen Verein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jetzt hat sich ein Förderverein für die Kultlocation im ehemaligen Speicher am Hafen gegründet. Die Mitglieder wollen aktiv zum Kulturleben beitragen.

Eckernförde | Von Flensburg über Kiel, Neumünster bis Bad Bramstedt – der Spieker am Hafen hat sich in den fünf Jahren seines Bestehens bei den Besuchern herumgesprochen. Konzerte mit Musikern aus aller Welt und hautnaher Kontakt zwischen den Künstlern und Publikum zeichnet die Kultstätte aus. Dem Charme der einzigartigen Location in dem ehemaligen Speicher erliegt auch der gebürtige Wiener und bekennende Eckernförder-Liebhaber Christian Enner. Der ehemalige NDR-Moderator ist Vorstandsmitglied des neugegründeten Fördervereins Kulturbühne Spieker, dessen Untertitel Eckern-Förder-Verein lautet.

Was im Januar mit einer Idee von Fritjof und Nadi Kvikse begann, mündete jetzt in dem formell gegründeten Verein, der bereits 36 Mitglieder zählt. „100 Interessenten stehen auf der Liste“, verrät Fritjof Kvikse, Vorsitzender des neuen Vereins. Der Schwede und seine Frau sind absolute Fans der Kulturveranstaltungen im Spieker. Schnell haben die beiden Neu-Eckernförder gemerkt, dass Kultur schön ist, aber nicht unbedingt satt macht. Denn Spieker-Inhaber und Pächter Thomas Kunkowski verfolgt eine spezielle Philosophie – die des freien Kommens und Gehens. Eintritt nimmt der 56-Jährige nicht. Für die Künstler lässt er in den Pausen stets den Hut herumgehen. Angesichts der Kosten (Pacht und Nebenkosten, wie Strom und Heizung) sei es finanziell nicht gerade einfach: „Es ist schwer, von Kultur zu leben.“ Er freue sich deshalb umso mehr, dass so viele Menschen sein Interesse für Musik und Kultur teilen.

Und genau hier will der Förderverein einspringen. Durch den monatlichen Beitrag von 10 Euro unterstützt jedes Mitglied den Spieker. Aber geplant ist noch weitaus mehr. „Wir sind nicht nur ein Verein, der Geld sammelt, sondern wir wollen auch das Gesamtangebot erweitern“, sagt Enner, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, „wir wollen in enger Absprache mit Thomas Kunkowski aktiv gestalten.“ Man habe bereits viele neue Ideen im Kopf – von einer Plattform für Nachwuchsbands über Adventssonntage mit Plätzchen im Spieker bis zu einem Treff für Senioren. „Im Hinblick auf den Sommer wollen wir aber zunächst eine Außenterrasse verwirklichen“, verrät Schatzmeisterin Barbara Schöne. Die Looserin verspricht sich davon eine Belebung der gesamten Hafenseite. „Davon hat ganz Eckernförde etwas“, ist sie sich sicher.

2012 aus einem Einzelhandel entstanden, bietet der Spieker mittlerweile an vier Tagen Live-Musik. Namhafte Bands, wie Daniel Puente Encida oder die Saltoros, treten dort gerne auf. Ist der Pianist Markus Jan Weber aus Kiel donnerstags einmal verhindert, setzen sich einfach Gäste ans Klavier, unkompliziert und spontan. Dass das Publikum im Spieker ein besonderes ist, hat auch Christian Enner schnell gemerkt: „Ich kenne keine andere Location, wo innerhalb von 30 Minuten eine Einheit zwischen Künstler und Publikum entsteht.“ Mittlerweile hat der Spieker viele Stammgäste. „Es gibt Menschen, die haben den Spieker zu ihrem zweiten Wohnzimmer gemacht“, so der gebürtige Wiener. „Wir sind alle in Aufbruchstimmung und wollen etwas bewegen“, sagt der Vorsitzende Fritjof Kviske, „aber stets in enger Absprache mit Thomas Kunkowski.“

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Der Vorstand des Fördervereins Kulturbühne Spieker: Vorsitzender Fritjof Kviske, stellvertretender Vorsitzender Friedrich Frank, Schatzmeisterin Barbara Schöne, Schriftführerin Lilo Rommel, Beisitzer Christian Enner. Weitere Informationen unter www.spiekerverein.de

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erstellt am 25.Apr.2017 | 06:04 Uhr

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