Der Skaterpark wird bebaut

Sechs dafür, vier dagegen: CDU, SSW und FDP stimmten gestern Abend für den Skaterpark als Standort für einen Supermarkt und Kinocenter. SPD und Grüne waren strikt dagegen und wollen es erneut am Bahnhof versuchen.
Sechs dafür, vier dagegen: CDU, SSW und FDP stimmten gestern Abend für den Skaterpark als Standort für einen Supermarkt und Kinocenter. SPD und Grüne waren strikt dagegen und wollen es erneut am Bahnhof versuchen.

CDU, SSW und FDP setzen sich im Bauausschuss gegen SPD und Grüne durch: Supermarkt und Kino sollen im Schulweg gebaut werden

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14. Mai 2019, 20:07 Uhr

Eckernförde | Um kurz vor 19.30 Uhr haben CDU, SSW und FDP mit ihrer Mehrheit von sechs Stimmen gestern Abend im Bauausschuss einen erneuten Versuch zur Bebauung des Bahnhofareals nördlich des Empfangsgebäudes mit einem Verbrauchermarkt und einem Kino unterbunden und den Weg für einen Neubau auf dem Gelände des jetzigen Skaterparks im Schulweg freigemacht. Die vier Vertreter von SPD und Grüne stimmten dagegen. Sie lehnen eine Bebauung des Skaterpark aus städtebaulichen und ökologischen Gründen strikt ab.

Nun hat die Ratsversammlung am 23. Mai das letzte Wort. Dort verfügen CDU, SSW und FDP über 21:20-Stimmenmehrheit.  Kommt es dort zu einem Aufstellungsbeschluss, wird die Stadtverwaltung das Verfahren anschieben und Baurecht schaffen. Das Verfahren kann etwa ein Jahr dauern. Die alte Skateranlage wird abgerissen, auf das gegenüberliegenden Seite des Schulweg auf dem Gelände der früheren Kleingartenanlage soll ein neuer Skaterpark entstehen. Auch die Rollschnelllaufbahn soll verlegt werden und vermutlich am Schulzentrum Süd neu gebaut werden.

Die beiden Lager warfen sich gegenseitig eine verfehlte Politik vor. Der Bauausschussvorsitzende Sören Vollert (Grüne) monierte eine „starre Haltung“ der „Skaterfraktion“, die nicht bereit sei, sich den Argumenten zu stellen und ein Interessenbekundungsverfahren für Kino-Investoren am Bahnhof in Erwägung zu ziehen. Für SPD und Grüne ist der innenstadtnähere Bahnhof nach wie vor der bessere Standort für einen Verbrauchermarkt mit Kino, der Standort Skaterpark sei zu abgelegen und werde durch die Bahnlinie von der Innenstadt getrennt. Zudem befürchten sie eine Ausweitung von Gewerbeansiedlungen in den Grüngürtel der Stadt in Richtung Kleingärten und Lornsenplatz und ein Abfließen von Kaufkraft aus der Innenstadt, wenn die Kunden die Einkaufsmöglichkeit im Schulweg nutzten und ohne Besuch der Innenstadt gleich wieder über die B 76 nach Hause führen.

CDU, SSW und FDP beharrten nach einer über siebenjährigen erfolglosen Kinostandortsuche auf den bereits vor drei Jahren von der Stadtverwaltung empfohlenen Standort Skaterpark als beste und am schnellsten zu realisierende Lösung. Alle Versuche, den Markt mit Kino am Bahnhof anzusiedeln, seien gescheitert. Es müsse jetzt endlich gehandelt werden, alles andere würden die Bürger auch nicht mehr mittragen.

Die Ratsversammlung hatte am 7. Februar 2019 mit ihren Stimmen (21:20) entschieden, im Falle des Scheiterns der Bahnhofsentwicklungspläne am Bahnhof, den Skaterpark als Standort für einen Verbrauchermarkt und ein Kinocenter zu entwickeln. Daran sah man sich auch gestern in der Diskussion gebunden.

>Weiterer Bericht folgt


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