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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 12:12 Uhr

Abschied : Der „Segen der Gemeinde“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 34 Jahren ist die Owschlager Organistin Marit Barth in den Ruhestand verabschiedet worden. Beim Gottesdienst in der Erlöserkirche wurde ihr Einsatz gewürdigt.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 06:43 Uhr

„Wenn Marit Barth verabschiedet wird, muss das mit ganz viel Musik geschehen“, betonte Pastorin Kristina Warnemünde in einem sehr persönlich gestalteten Gottesdienst. Nach 34 Jahren als Organistin der Kirchengemeinde Owschlag wurde Marit Barth am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Hiermit verbunden legte die Musikerin auch ihr Amt als Kirchenvorsteherin nieder.

Mit bewegenden Worten dankte Pastorin Kristina Warnemünde in der festlich geschmückten Erlöserkirche für die geleistete Arbeit: „Mehr als die Hälfte deines Lebens warst du Organistin in unserer Kirchengemeinde. Aber du warst noch viel mehr als das. Du warst auch Chorleiterin, die Frau des Pastors (Peter Barth war von 1979 bis 2002 Pastor der Kirchengemeinde Owschlag), Gruppenleiterin, Kollegin, Kirchenvorsteherin, Vertraute, Ratgeberin und ich weiß nicht, was noch alles. Du hast dich wirklich über alle Maßen eingebracht und hast so viel Gutes bewirkt.” Nach der Entpflichtung und dem Segen überreichte Warnemünde Blumen und Konzertkarten als Geschenk.

Besonderen Ausdruck fand die Ehrung in einer Urkunde, in der Marit Barths vielfaches Wirken von der Einführung des Quempassingens bis zur Orgel- und Gitarrenbegleitung bei den unzähligen freudigen und traurigen Anlässen in der Gemeinde benannt wurde. „Durch ihr vielfältiges, kompetentes Wirken und ihr offenherziges, den Menschen zugewandtes Wesen wurde Marit Barth zum Segen für die Gemeinde“, verlas Warnemünde aus der Urkunde.

In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche zeigten zahlreiche Freunde, Bekannte, ehemalige „Chorkinder“ und Gemeindemitglieder ihre Wertschätzung für die Kirchenmusikerin mit minutenlangem stehenden Applaus. Gerührt bedankte sich Marit Barth: „Es bedeutet mir viel, dass Sie gekommen sind. Aber ich war ja auch immer da, wenn Sie etwas zu feiern hatten.“

Ihre langjährige Wegbegleiterin Christa Besch, die selbst vor kurzem von ihrer Tätigkeit als Chorleiterin in den Ruhestand verabschiedet wurde, war mit ihrem ehemaligen Chor nochmal für diesen besonderen Tag zusammengekommen, um sich persönlich von Barth zu verabschieden und erklärte, sie sei voller Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit. An der Orgel saß der Organist Mathias Werner, der vor einigen Jahren durch Marit Barth zum Orgelspielen gebracht wurde und nun als ihr Nachfolger gemeinsam mit Stefanie Krista an den sonntäglichen Gottesdiensten das Orgelspiel übernommen hat. Auch die neue Chorleiterin Birgit Schrader-Wetzel begleitete Christa Besch und ihren Chor auf Orgel und Gitarre.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes übernahm die Kirchenmusikdirektorin und Kreiskantorin des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde Katja Kanowski das Orgelspiel und erfreute Marit Barth und die Gemeinde mit dem Präludium G Moll von Dietrich Buxtehude. Im Anschluss folgte ein Empfang im Gemeindehaus. Mit Grußworten dankten Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer, der Männergesangverein Sangeslust, Jugendwartin Sylvia Steinecke im Namen der Jugendlichen und viele weitere für die geleistete Arbeit und das gute Miteinander. Ein vom Chor vorgetragenes und von Marianne Groth für Marit Barth getextetes Lied rundete die Feier ab.

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