Der Regenguss oder: Um Gäste muss man sich nicht bemühen

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17. Juni 2016, 18:34 Uhr

Das Pfingstwetter war in diesem Jahr kühl und nass. Trotzdem machten wir einen großen Hafenspaziergang, denn zwischendurch kam immer wieder Sonne hinter den Wolken hervor. Als wir den größten Teil der Spazierrunde geschafft hatten, kam ein heftiger Guss von oben. Alle Hafenbesucher flüchteten. Segler, Fischer, die nicht mehr zu ihren Booten kamen, Touristen mit Kindern und Hunden und ganz normale Eckernförder Spaziergänger.

Ein schmales Überdach musste genügen. Wir standen alle dicht gedrängt vor einem Fischrestaurant; bis auf einmal eine Frau aus dem Lokal schoss und uns nötigte den Ort sofort zu verlassen. Es könnten weder Gäste rein noch raus. Die Touristen reagierten heftig, sie wollten schon pro Kopf einen Euro sammeln, um sie als Spende zu überreichen. Die Kommentare waren heftig. Die Diskussion lief noch, als besagte Dame wieder kam und uns fragte, ob sie spanisch gesprochen hätte. Sehr frech und anmaßend. Der Schauer war vorbei, es ging kein Gast ins Lokal, es kam aber auch kein Mensch heraus. War überhaupt jemand in dem Lokal?

Sie hatte aber mit ihrem Verhalten die beste Reklame für das Restaurant gemacht.


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