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Eckernförder Zeitung

23. September 2017 | 09:39 Uhr

Sommerkonzert : Der Nachwuchs für die „Elphi“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

140 Schüler der Jungmannschule haben beim Sommerkonzert in der Stadthalle ihr musikalisches Können gezeigt.

Eckernförde | Die Elbphilharmonie in Hamburg? Das Schleswig-Holstein Musik Festival? Alles großartig, über jeden Alltag erhaben. Und nun das Sommerkonzert der Jungmannschule? Hier haben am Mittwochabend in der Stadthalle über 140 Jungen und Mädchen ebenfalls wunderbare Musik gemacht – denn früh übt sich, wer in die „Elphi“ will.

Mal Notenblätter gegen Handy-News? Und nicht nur die großen Schülerinnen und Schüler zeigten im Chor oder in den einzelnen Bands, was sie drauf haben. Selbst die kleinsten – „the beginners“ aus den 5. Klassen – konnten nach knapp einem Jahr Instrumentalunterricht als „Bläserklasse“ ihre Musikalität, ihre umgesetzte Begeisterung vorführen.

Imke Schipper, bis dato Referendarin, hatte nach ihrem Examen jetzt noch eine Überraschung im Gepäck: Als Mitglied des Eckernförder Akkordeonorchesters holte sie rund 20 Akkordeonspieler auf die Bühne – ehemalige und zukünftige Abiturienten des Jungmann-Gymnasiums. Die Begeisterung im Saal war riesig.

Alle übrigen Organisatoren des prachtvollen Programms, Dirigenten, Lehrer der jungen Musiker – alle gaben ebenfalls ihr Bestes. Allen voran Angela Lins, die diese Sommerkonzerte bereits 2006, ein Jahr nach Amtsantritt am Gymnasium, einführte. Sie plante damals, dass Jungen und Mädchen, die gute Musik vorzuführen haben, auch die Gelegenheit dazu bekommen. Mit dem nun elften öffentlichen Konzert zeigte sich einmal mehr, welchen pädagogischen Sinn, welchen großen Erfolg ihre damalige Entscheidung hatte.

Viele Gruppen und Bands sind inzwischen entstanden. Die Kinder bekommen bei Interesse die Instrumente geliehen: Inzwischen sind es schon über 100 aus dem großen Pool. Dazu gibt es Instrumentalunterricht von außerschulischen Fachkräften – gegen geringes Entgelt.

Und der Erfolg all dieser Bemühungen? Am Mittwoch konnten alle Gäste im vollbesetzten Saal die vielen Blasinstrumente wie Querflöten, Trompeten, Posaunen, Klarinetten, Saxophone – sogar Hornisten waren dabei – in Aktion sehen und nicht nur hören. Schlagzeug, Klavier und ein gutes Dutzend Geigen kamen dazu.

Hiltrud Rockohl dirigierte 30 Jungmusiker aus den Klassen 7 bis 9 – mit flottem Programm. Angela Lins vertrat indes Anke Hanxleden bei „Flutes and Friends“, brachte dabei 17 Querflöten und neun Geigen ordentlich in klingenden Schwung. Buntes Programm auch hier, und bei „Sous le ciel de Paris“ (inklusive Imke Schippers Akkordeon) kam ordentlich Ferienstimmung auf.

Auch für Solisten war gesorgt: Eine Abiturientin und ein bezopftes „Küken“ aus der 5. Klasse brachten ein Violinduo, Katarina Sommariva sang so stimmgewaltig und ausdrucksstark, dass man sich diverser Gänsehäute nicht erwehren konnte. Dazu dann noch die Saxophon-Soli eines Finn Fromberg – wieviel Qualität mehr wäre denn zu erwarten gewesen? Hier waren wohl echte Könner am Werk.

Die Big Band „BrassReport“ unter der Leitung von Uli Eichmann aus Kiel nicht zu vergessen. Sie hat einen satten Sound, spielte gut und selbstbewusst und holte mit „Tequila“ sicher den letzten schüchternen Zuhörer ab. Da konnte man nämlich mitagieren.

Schließlich kam es zum Ende des Abends und zum Abschiednehmen: Abiturienten als Langzeitmusiker bekamen ebenso herzlichen Dank wie auch Chorleiter Ingmar Schulze, der wie Imke Schipper die Schule wechselt. Schulleiter Sebastian Klingenberg weiß sicher, wen er da alles gehen lassen muss, freute sich aber über die bleibenden Kollegen, die sich weiter um den musikalischen Höhenflug „seiner“ Schule kümmern werden: Angela Lins, Hiltrud Rockohl, Anke Hanxleden und Uli Eichmann.


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