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Eckernförder Zeitung

18. August 2017 | 05:24 Uhr

Green screen : Der Lohn für die Strapazen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Abschlussgala des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen unter der Moderation von Christian Schröder sind die besten Filme ausgezeichnet worden. Den Preis für den besten Film hat die BBC-Produktion „Wild Africa – Kalahari“ gewonnen.

Filmemacher müssen Sitzfleisch haben: Manchmal dauert es wochenlang, bis sich das erhoffte Tier mit der Kamera einfangen lässt. Aber auch die Preise beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen sind nicht so schnell abzugreifen. Knapp drei Stunden dauerte die Preisverleihung am Samstagabend im Kuhhaus auf Gut Altenhof. Insgesamt 700 Regisseure, Kameraleute, Produzenten und Gäste fieberten der Verkündung der 15 Preisträger entgegen. Versüßt wurde die Zeit durch die souveräne Moderation von Christian Schröder.

Der begehrte und mit 5000 Euro dotierte Heinz-Sielmann-Preis ging an den berühmtesten Tierfilmer und Naturforscher der Welt, Sir David Attenborough (87). Inge Sielmann, Witwe des 2006 verstorbenen deutschen Naturfilmpioniers Heinz Sielmann, würdigte damit das Lebenswerk „Sir Davids“, dessen Produktion Maßstäbe gesetzt habe, so die Stifterin. Da Attenborough derzeit in Australien an einer großen 3D-Produktion arbeitet, konnte er den Preis persönlich nicht entgegennehmen. „Wir hoffen sehr, dass er in den nächsten Jahren nach Eckernförde kommt“, sagte Inge Sielmann.

Ebenfalls mit 5000 Euro dotiert ist der Preis „Beste (sender-)unabhängige Produktion“, die die Stiftung „Natur im Norden“ aus Molfsee in diesem Jahr erstmals vergeben hat. Gewonnen haben ihn Robin Jähne und Sarah Herbort mit ihrem Film „Das Jahr des Rotmilan – Lippes elegante Greife“. Sieger in gleich zwei Kategorien – „Bester Film“ und „Postproduktion“ – wurde der BBC-Film „Wild Africa – Kalahari“ von Mike Gunton und James Honeyborne.

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) hat mit „Beste Kamera“ und dem Publikumspreis gleich zwei Preise gestiftet. Gewonnen haben „The Unlikely Leopard“ von Beverley und Dereck Joubert und „Vorpommerns Auen“ von Christoph Hauschild. 3009 Zuschauer haben drei ausgewählte Filme in 15 Städten des Landes sowie erstmals auch in den dänischen Städten Sonderburg und Tingleff gesehen, 2658 Stimmen wurden abgegeben. Auf den Siegerfilm entfielen 1186 Stimmen, gefolgt von „The Niyodo River: A Symphony in Blue“ mit 800 und „Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen - Erdmännchen“ mit 672 Stimmen.

Ein Grußwort sprach Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck, der das Festival zwar in den höchsten Tönen lobte, aber auf eine eventuelle Förderung durch das Land nicht einging.

Zwischen den Vergaben der begehrten Trophäen lockerte Moderator Christian Schröder das Bühnengeschehen immer wieder auf, ulkte mit Festivalleiter Gerald Grote, entlockte dem Tierstimmenimitator Dr. Uwe Westphal die verschiedensten Vogelrufe und interviewte Inge Sielmann und den erfolgreichen Kameramann Dieter Hoese.

Green Screen ist mit rund 13 000 Besuchern in fünf Tagen, davon rund 3400 Schüler, nach wie vor das Zuschauer stärkste jährliche Naturfilmfestival in Europa. Zum Abschluss des Festivals werden heute noch einmal alle Siegerfilme gezeigt (siehe Seite 10).

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erstellt am 09.Sep.2013 | 05:26 Uhr

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