Hauptausschuss Hüttener Berge : Der Kern des Naturparks ist frei von Windkraft

Die Stellungnahmen des Amtes sind in den neuen Entwurf der Regionalpläne miteingeflossen. Einige Vorrangflächen sind deshalb verschwunden.
Die Stellungnahmen des Amtes sind in den neuen Entwurf der Regionalpläne miteingeflossen. Einige Vorrangflächen sind deshalb verschwunden.

Nur noch in wenigen Gemeinden des Amtes Berge sind Windkraftanlagen möglich

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11. September 2018, 15:27 Uhr

Groß Wittensee | Regionalpläne Windkraft, Flüchtlingsunterbringung und digitale Agenda – Themen, mit denen sich der Haupt-und Amtsausschuss und seine langjährigen Mitglieder schon auf vielen Sitzungen intensiv befasst haben. Nach der Konstituierung fand nun am Montagabend der erste Hauptausschuss des Amtes Hüttener Berge statt, bei dem es vorrangig darum ging, alle Ehrenamtler umfassend über die Projekte zu informieren, die anstehen.

Beim Thema Windkraft sind nur wenige Gemeinde im Amtsbereich betroffen, wie Amtsdirektor Andreas Betz auf der Sitzung unter Leitung von Detlef Kroll erläuterte. Vorrangflächen sind hingegen in Holtsee, Owschlag und Sehestedt vorgesehen. Zahlreiche Potenzialflächen werden im Vergleich zum ersten Entwurf gar nicht weiter verfolgt. Betz konnte zudem feststellen, dass das durch die Gemeinden und das Amt erarbeitete informelle Planungskonzept erheblich in den neuen Entwurf eingeflossen ist. „Der Kern des Naturparks ist von Vorranggebieten nicht mehr betroffen“, sagte der Amtsdirektor auf der Sitzung. Aufgabe der Gemeinde werde es jetzt sein, die Vorranggebiete zu prüfen und diese mit dem informellen Planungskonzept abzugleichen. Die Gemeinden Holtsee, Sehestedt und Owschlag sollen sich durch ein Planungsbüro beraten lassen.

Kreisweit ist im jüngsten Regionalplanentwurf der Landesregierung knapp ein Viertel der Potenzialflächen weggefallen.

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist die Fläche der Vorranggebiete von knapp 4700 Hektar im ersten Planentwurf vom Dezember 2016 im Zuge der Erarbeitung des zweiten Planentwurfs auf etwa 3500 Hektar zurückgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die neue Landesregierung den Mindestabstand zu Siedlungen von 800 auf 1000 Meter erhöht hat.

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