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Sankt Martinsumzug : Der heilige Martin kommt auf Arabischem Halbblut

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sankt Martinsumzug der Kirchengemeinde, der Touristik und der Marketing GmbH lockt viele Kinder an.

von
erstellt am 13.Nov.2015 | 05:56 Uhr

Die Tradition des Sankt Martin ist im Ostseebad ungebrochen. Bei Temperaturen um 15 Grad und teils heftigen Windstößen waren am frühen Mittwochabend rund 200 Kinder und Erwachsene mit Laternen in den Straßen Eckernfördes unterwegs. Veranstalter waren die Kirchengemeinden St.-Peter-und-Paul, Borby und St. Nicolai sowie die Eckernförder Touristik und Marketing GmbH.

In einem Sternmarsch, angeführt von den Eckernförder Pastoren Jan Teichmann (Borby) und Ullrich Schiller (St. Nicolai) sowie dem Pfarrer Wolfgang Johannsen legten die Laterneläufer sowohl von der Borbyer Kirche als auch von der St. Peter-und-Paul-Kirche den Weg mit Ziel St.-Nicolai-Kirche im Stadtzentrum zurück. In der Kieler Straße gesellte sich Sankt Martin hoch zu Ross zu dem Umzug, der an die Legende des heiligen Martin erinnerte, der als Bischof mit dem Schwert seinen Mantel zerschnitt, um diesen mit einem armen Mann zu teilen.

Bereits zum neunten Mal stellte Angela Beyer, versehen mit einem roten Mantel, vom Reitverein Kosel den heiligen Martin dar. Ihr Pferd Willi (25) ließ sich weder durch die leuchtenden Laternen noch durch Gesang oder das Blitzgewitter aus der Ruhe bringen. Denn das Arabische Halbblut war der heimliche Star an dem Abend. So sind Guila (10) und Sina (7) mit ihrer Mutter Johanna Latus aus Schleswig extra nach Eckernförde gekommen. „Bei uns gibt es in diesem Jahr keinen Martinsumzug. Und wir wollten unbedingt dabei sein“, sagten die Schwestern übereinstimmend. Stammt der den Umzug begleitende Pfarradministrant, Wolfgang Johannsen, doch aus Schleswig. Der heilige Martin wird in der katholischen, evangelischen und orthodoxen Religion verehrt. Die Geschichte und die Lieder um den Bischof sowie Laternelieder ziehen viele Menschen an. So war auch Matthias Körner (29) aus Eckernförde mit seinen Kindern unterwegs. „Ich finde das Pferd so toll“, sagte seine Tochter Safaa, die bereits zum dritten Mal dabei war. Außerdem singe sie sehr gerne – die Laternelieder gehörten dazu. Ihr Bruder Marwan (5) fand die Laternen schön. Amira und Ayleen (14 Monate) lagen warm eingepackt in der Karre und schauten einfach zu.

Nach Liedern zur Gitarrenmusik und nachdem der heilige Martin im Namen von Willy den Dank der Veranstalter (einen Sack voller Möhren) entgegengenommen hatte, gab es nach einer Andacht für alle Kinder kostenlos heiße Wecken. Flüchtlingen in Eckernförde kommt die Kollekte des Martinsumzuges zugute.

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