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RSH Kindertag in Eckernförde : Der Hafen platzt aus allen Nähten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 50000 Besucher beim R.SH-Kindertag an Hafen und Kurstrand / Zeitweise Absperrungen aus Sicherheitsgründen

Der R.SH-Kindertag in Eckernförde hinterließ viele glückliche Gesichter. Von 10 bis 18 Uhr waren gestern Hafen und Kurstrand fest in Kinderhand. Livemusik mit Lena und Tom Beck auf der Bühne direkt am Wasser, Spiel- und Spaßangebot von über 40 Vereinen und Verbänden und mittendrin R.SH-Moderatoren, die sich gern fotografieren ließen und Autogramme verteilten. Es war voll, ja, aber wer hatte es anders erwartet?

Glückliche Gesichter also bei allen, die rechtzeitig gekommen waren. Wer allerdings nach 13 Uhr auf das Gelände wollte, fand sich teilweise vor Absperrungen wieder und hatte keine gute Meinung. „Das Ganze war schlecht organisiert“, macht zum Beispiel Tom Geburek aus Gettorf seinem Unmut Luft. „Egal wo wir entlang gingen, standen wir vor Absperrungen und kamen nicht mehr aufs Gelände.“ Auch eine Familie mit vier Kindern aus Nortorf schimpfte, dass sie nicht zur Bühne kam.

Die zeitweilige Absperrung hatte der Veranstalter Daniel Spinler mit Baltic Eventmanagement in Rücksprache mit der Polizei vorgenommen, damit nicht ungesteuert immer mehr Menschen von der Innenstadt nachrücken und auf der anderen Seite die Kinder ins Hafenbecken gedrängt werden – Sicherheit geht vor. Deshalb die Lösung, die Zugänge zum Hafen immer mal für eine Viertelstunde abzusperren und die Gäste nur noch über die Strandpromenade aufs Grundstück zu lassen. Doch diesen Weg fanden nicht alle und beklagten eine fehlende Ausschilderung. „Es geht nicht anders“, sagte ein Polizist, der den Kindertag unisono mit DRK und Ordnungsamt im Nachhinein als eine „rundum gelungene Veranstaltung“ bezeichnete: Weit über 50  000 Besucher, ein kostenloses Bühnenprogramm, kostenlose Spiele und keine nennenswerten Zwischenfälle.

Schon um 12.30 Uhr wurde über R.SH durchgegeben, dass das Gelände so voll ist, dass sich eine Anreise nicht mehr lohnt. Dennoch strömten die Besucher nach. Kein Wunder, denn allein das kostenlose Bühnenprogramm mit Stars wie Lena und Tom Beck (siehe Seite 10) trieb die Kinder in Scharen an den Hafen. Und wie gesagt: Wer den Weg fand – und das waren die meisten – der ging glücklich nach Hause.

Doch nicht nur wegen des Bühnenprogramms. Auf Schritt und Tritt boten Vereine und Verbände Mitmachaktionen an. Da konnten Kinder auf einen mit Luft gefüllten Gummileuchtturm klettern, mit Piraten fechten oder sich mit einem lebensechten Batman fotografieren lassen. Die Kreisjägerschaft bot Bogenschießen an, während R.SH lustige Fotos mit Riesenbrillen und albernen Hüten in der „Knipskiste“ schoss. Die ganz mutigen Kinder – und davon gab es an diesem Tag sehr viele – standen Schlange am Traditionssegler Freedom, wo der Hochseilgarten sie beim Klettern zwischen den Masten sicherte. Und auch Vereine wie die Sozialverband-Jugend und die Plattdüütsch Gill konnten nicht über mangelndes Interesse klagen. Während die Kinder bei dem einen einen Rollstuhlparcours durchfuhren, konnten die anderen bei Spielen einfache plattdeutsche Begriffe lernen. Kinderschminken und Luftballon-Figuren-Basteln, Auspowern beim Karateverein und Glücksraddrehen am Stand der dänischen Kulturvereins – das Programm war umfassend und vielseitig.

Die Bratwurst gab es für 1,50 Euro, die Pommes mit Ketchup und Majo für 2 Euro. Beschwerden über die Preise gab es nicht. Und auch viele Eckernförder Lokalpolitiker engagierten sich: Sie betreuten die Müllstationen und trennten den von den Besuchern abgegebenen Unrat.

„Eine tolle Veranstaltung“, sagte Stefanie Hansen aus Neumünster, die mit Sohn Nick (9) und Tochter Emma (6) gekommen war. „Wir haben lange gebraucht, um endlich mal zu einem Imbiss zu kommen, weil die Kinder alle Stationen ausprobieren wollten.“

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erstellt am 07.Sep.2015 | 09:12 Uhr

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