Der Fußball brachte ihn in den Norden

Nach 31 Jahren als Verwaltungsangestellter im Bauamt wurde Dirk Fiala (Mitte) gestern von Karl-Heinz Rüter (l.) und Matthias Phillipp in den Ruhestand veranschiedet. Foto: karkossa-schwarz
Nach 31 Jahren als Verwaltungsangestellter im Bauamt wurde Dirk Fiala (Mitte) gestern von Karl-Heinz Rüter (l.) und Matthias Phillipp in den Ruhestand veranschiedet. Foto: karkossa-schwarz

Nach 31 Dienstjahren im Bauamt wurde Dirk Fiala, Verwaltungsangestellter des Amtes Hüttener Berge, in den Ruhestand verabschiedet

shz.de von
20. September 2012, 07:07 Uhr

gross wittensee | Der Fußball und die Liebe sind dafür verantwortlich, dass Dirk Fiala gestern nach 31 Jahren im Dienste des Bauamtes der Amtsverwaltung Hüttener Berge in den Ruhestand verabschiedet wurde. Nur durch das Zusammenspiel dieser beiden Komponenten hat der gebürtige Wuppertaler erst den Weg in den hohen Norden und somit in das Bauamt, erst in Groß Wittensee, dann in Ascheffel, gefunden.

In einem festlichen Rahmen im Beisein zahlreicher Mitarbeiter der Außenstellen Groß Wittensee und Ascheffel wurde der 63-Jährige für seine vielen Dienstjahre gewürdigt. Stellvertretend für Amtsvorsteher Gero Neidlinger überbrachte Karl-Heinz Rüter, Bürgermeister von Haby, Grüße aller Bürgermeister des Amtsausschusses und ein "Flachgeschenk", das Geld für die Anschaffung eines neuen Fahrrades enthielt. Für die Mitarbeiter der Amtsverwaltung gratulierte der stellvertretende Leitende Verwaltungsbeamte, Matthias Phillipp.

"Es war nicht nur der reine Beruf, es war auch die familiäre Atmosphäre, die das Arbeiten so angenehm gemacht hat", beschreibt Dirk Fiala seine 31 Jahre im Amt. Das sei auch nach der Fusion beider Ämter im Jahre 2008 so geblieben. 1981 als Verwaltungsangestellter nach Groß Wittensee gekommen, wechselte der Holtseer nach der Fusion in die Außenstelle Ascheffel, wo er dem Publikum bestens bekannt und für die Eintragungen ins Grundbuch oder für die Ausgabe von Flurkarten zuständig war.

Die Leidenschaft für den Fußball hatte vor 37 Jahren den Ausschlag gegeben, dass der gebürtige Wupptertal-Elberfelder nach Schleswig-Holstein fand. Als Spieler des SV Wuppertal, damals noch erste Bundesliga, kam der städtische Verwaltungsangestellte in das Trainingslager des Deutschen Fußballbundes nach Malente, wo er sich verletzte. Zur Behandlung wurde er in die Klinik von Damp 2000 eingeliefert. Zwischen der ihn betreuenden Krankenschwester Rosemarie aus Holtsee-Hohenlieth und ihm funkte es ziemlich schnell.

Als Profispieler hängte er nach seiner Rückkehr nach Nordrhein-Westfalen (NRW) die Fußballschuhe an den Nagel, die Liebe zu Rosemarie aber blieb. 1977 folgte die Hochzeit, das Paar lebte für zwei Jahre in NRW, kehrte dann aber auf den Hof nach Hohenlieth zurück. Zunächst arbeitete Dirk Fiala als Verwaltungsangestellter im Bauamt der Kreisverwaltung, bevor er im Juli 1981 im Amt Groß Wittensee begann. Im Altkreis Eckernförde ist der Vater zweier erwachsener Kinder als Trainer verschiedener Herrenmannschaften bestens bekannt: SV Holtsee (1981 bis 1988), Vfl Vogelsang-Grünholz, Osdorfer SV, Gettorfer SC und zum Schluss wieder sieben Jahre SV Holtsee. Eine Krankheit zwang ihn zur Aufgabe des Trainerjobs. Geblieben ist seine ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand des SV Holtsee. Mit Ehefrau Rosemarie teilt er die Begeisterung für Fernreisen - ihr Lieblingsland ist Thailand. In Kürze geht es erst einmal in die Türkei, wo Dirk Fiala sich an die frisch gewonnene Freiheit als Rentner gewöhnen will.

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