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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 05:42 Uhr

Mühlenberg : Der Friedhof bekommt Nachbarn

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Neubau am Mühlenberg ist im August bezugsfertig. Während der Bauarbeiten wurde ein Mühlstein gefunden, der von der Mühle stammt, der der Straße ihren Namen gab.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2015 | 06:21 Uhr

Eckernförde | Der Neubau am Mühlenberg des Tetenhusener Bauunternehmers Udo Wagner geht in die letzte Runde. „Die Fertigstellung ist für August angesetzt“, sagt Projektleiter Jens Peter. Dann sollen die 18 Eigentumswohnungen in den beiden dreigeschossigen Gebäuden bezogen werden können.

Im Mai 2014 haben die Bauarbeiten für die beiden Gebäude gegenüber dem Friedhof begonnen. Zunächste war eine Baugrube geschaffen worden, deren Wände mit einer Art Spundwänden senkrecht abgesichert wurden. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass die Wurzeln des alten Baumbestandes rund um das Grundstück nicht beschädigt werden – so wie von der Politik gefordert. Die Bauarbeiten verliefen problemlos, sagt Jens Peter. Einzige Besonderheit: Bei den Aushubarbeiten im Baufeld fanden die Arbeiter einen Mühlstein mit einem Durchmesser von etwa 130 Zentimetern. Das verwundert nicht, ist der Mühlenberg doch nach der 1474 gebauten Bockmühle benannt worden. Von ihr wird der in zwei Metern Tiefe gefundene Stein stammen. Noch fristet der Stein sein Dasein am Rande der Baustelle. „Er wird aber einen ehrenvollen Platz auf dem Grundstück finden“, sagt Jens Peter. Damit soll dann auf die Geschichte des Grundstückes hingewiesen werden.

Noch sind die Arbeiten in den beiden Gebäuden mit ihrem charakteristischen V-Zuschnitt in unterschiedlichen Phasen. „Das liegt daran, dass wir mit dem südlicher gelegenen Haus begonnen haben“, erklärt Jens Peter. „Auf diese Weise haben wir alle Fahrzeuge und Kräne auf der zweiten Grundstückshälfte untergebracht und konnten die Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr geringer halten.“ Erst als es sich nicht mehr vermeiden ließ, wurde ein Fahrstreifen vor dem Grundstück für die Bauarbeiten abgesperrt.

So kommt es, dass in einem Haus schon die Wände tapeziert und Fliesen verlegt werden, währen im anderen erst Ende des Monats die Fenster eingebaut und der Estrich gegossen wird.

Die Wohnungen in den beiden vom Architekturbüro Zastrow+Zastrow entworfenen Häusern sind alle nach Süden ausgerichtet. Ihre Größe liegt zwischen 74 und 133 Quadratmetern. Sie sind schwellenfrei erschlossen, es gibt eine Tiefgarage und einen Fahrstuhl. „Vier Wohnungen sind noch frei“, sagt Jens Peter. „Über die Hälfte der Eigentümer kommt aus der Region.“ Einige hätten ihre Häuser auf dem Land verkauft und wollten nun in Eckernförde wohnen, wo sie Vieles zu Fuß erledigen können, andere stammten ursprünglich aus Eckernförde und kämen nun im Ruhestand zurück in ihre Heimat.

Das Gebäude hat im Vorfeld für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt. Unter anderem war ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden. Ihn hat der Entwurf gewonnen, der sich als einziger über die Höhenvorgaben von 9 Metern hinweggesetzt hat. Jetzt sind die Häuser 10,40 Meter hoch.

 

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