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Premiere in der Destillerie : Der erste Whisky im Dänischen Wohld

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach dreijähriger Lagerung präsentiert Ralf Stelzer die erste Abfüllung des Isarnwohld- Whiskys . Im April ist die zweite Abfüllung fertig

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 06:27 Uhr

Mit Spannung wurde er erwartet – jetzt ist er da: Der erste Whisky aus der Destillerie Altenhof. Und er wurde schon mit Sehnsucht erwartet, denn die meisten der 105 Halbliter-Flaschen aus der ersten Abfüllung des Whiskys „Isarnhoe“ mit dem klangvollen Beinamen „Stella Nova“ sind bereits verkauft.

Dass es eines Tages ein Whisky werden sollte, davon träumte Ralf Stelzer schon lange. Schon früh hat der Altenhofer mit Ansatzschnäpsen experimentiert, hat in seiner Freizeit Bier gebraut und Apfelwein produziert. Der Quittenbaum im eigenen Garten lieferte zu viele Früchte, um nur Gelee daraus zu fertigen. „Dann wurde eben Likör daraus gemacht – und irgendwann entstand der Wunsch zu brennen. Das ist dann doch noch eine andere Liga“, berichtet er.

2009 begann Stelzer in den Räumen seiner Schmiede eine kleine Destillerie aufzubauen. Er kaufte von einer Obstbrennerei in Osterburken im Odenwald eine zehn Jahre alte Brennblase mit einem Fassungsvermögen von 150 Litern. Mit verschiedenen Beerenobstgeisten hat er sich in das Fachliche eingearbeitet. Neben den Obstbränden entstanden unter vielen anderen auch Gin, Kornbrand und der Aquavit Rasmus. „Der ist eine feste Größe im Sortiment und hat seine Liebhaber“, berichtet Stelzer. In den Jahren ist die Destillerie-Anlage immer größer geworden: Es gab immer neue Produkte, die Behältnisse wurden größer und die Logistik aufwendiger. Vor zwei Jahren hat Ralf Stelzer die Schmiede geschlossen. In diesen Tagen wird aus der Destillerie Altenhof die „Isarnhoe Destillerie“.

Und nun der erste Whisky: 46 Prozent hat der Stella Nova, der auf der Grundlage von Bio-Roggenschrot aus einer Mühle in Satrup in einem 50 Liter-Fass entstanden ist. Der Roggenwhisky kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und Kanada, bevor sich der aus Mais produzierte Bourbon dort verbreitete. „So ein Whisky wird mit 64 Prozent ins Fass gelegt“, beschreibt der Fachmann. Dadurch dass das Fass nicht hermetisch verschlossen ist, sei aber besonders bei kleineren Fässern der Schwund sehr groß, so Stelzer weiter. Verlängert wird der edle Trank ganz einfach mit Wasser. „Aus der guten Krusendorfer Quelle“, sagt er und lacht.

Drei Jahre war der Whisky in einem Bourbonfass aus amerikanischer Weißeiche gelagert. Stelzer beschreibt seinen Geschmack als „mild, aber mit einer gewissen eigenen Note“. Die Fasslagerung habe einen großen Einfluss auf den Geschmack, aber auch der Hefetyp sei entscheidend. „Er hat eine fruchtige Note und duftet nach Pflaumen“, sagt er. Dass der Whisky bei Kennern nicht punkten kann, weil er mit seinen drei Jahren recht jung ist, davor hat Stelzer keine Angst. „Es ist ein single cask Whisky, die Einzelfassabfüllung gilt in Schottland als riesiges Qualitätsmerkmal“, sagt er. Außerdem reife ein Whisky in einem kleinen Fass schneller. Die ersten Kenner, die ihn probieren durften waren beeindruckt.

Die erste und einzige Abfüllung „Stella Nova“ ist also schon einmal als Erfolg zu verbuchen. Und wer nun enttäuscht ist, dass er bereits so gut wie ausverkauft ist, muss nicht mehr lange warten. Bereits im April wird das nächste Fass geöffnet. In der zweiten Isarnhoe-Abfüllung gibt es den ersten Dinkelwhisky. „Der Beiname steht noch nicht fest“, sagt Stelzer. Dass noch weitere Wohld-Whiskys folgen werden aber schon. Geöffnet hat Destillerie von Ralf Stelzer ab April immer Donnerstag und Freitag 13 bis 17 Uhr. Aber falls die die Zeit mal nicht passt, ist es auch kein Problem:. „Anrufen geht immer“, sagt er.

>Isarnhoe Destillerie, Schnellmark 16, Altenhof, Tel. 04351/76  72  20 oder Mail an info@destillerie-altenhof.de. www.destillerie-altenhof.de

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