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Borbyer Gilde : Der erste Eckernförder war ein Borbyer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rathausempfang der Borbyer Gilde mit Vorführung des Fahnenschwenkers Joachim Fey auf dem Rathausmarkt.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2016 | 06:04 Uhr

Eckernförde | Mit der traditionellen Karussellfahrt von Zwölfer, Ältermann, Schaffer, Juchfrauen, Vorsitzendem und Gästen ist gestern der letzte Abend der viertägigen Feier der Borbyer Gilde eingeläutet worden. Zuvor waren wieder kernige Sprüche bei der Abschlussversammlung im Gemeindehaus zu hören gewesen, und eine Abordnung war zu Gast beim Bürgermeisterempfang im Rathaus.

Dieser freute sich nach „ein bisschen viel Streit“ im Ratssaal im vergangenen Jahr über die mit den Gilden einkehrende Harmonie. Die gute Stimmung während der Gildezeit springe auf die ganze Stadt über, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel. „Das gilt besonders für die Borbyer Gilde, die größte Gilde im Land, die fest mit den Menschen verbunden ist.“ Geselligkeit und Miteinander stehe bei der Gilde im Mittelpunkt, die jährliche Feier sei mit viel Aufwand verbunden. Deshalb bedankte sich der Bürgermeister an dieser Stelle bei allen ehrenamtlichen Helfern. Zwar könne er keine der schon scherzhaft angefragten Königsprivilegion wie eine Steuerbefreiung, einen kostenlosen Parkplatz in der Innenstadt oder die jährliche Dauerpflege des heimischen Gartens durch die Stadtgärtnerei versprechen, jedoch sprach er hinsichtlich der anwesenden Ratsmitglieder davon, dass man in der Ratsversammlung über eine Aufstockung des städtischen Zuschusses für die Feierlichkeiten nachdenken könne.

Damit traf er genau den Nerv des Gildevorsitzenden Lorenz „Lorne“ Marckwardt, der die Bedeutung der Gilde unterstrich: „Woanders lösen sich die Gilden auf, wir haben bis gestern 15 Neuaufnahmen gehabt.“ Auch Ralf Wiebenson als 2. Vorsitzender trat ans Rednerpult und verglich die Gildetradition mit einer Glut, die auch geschürt werden muss. „Dabei entstehen auch mal Funken, und dann kann es auch mal krachen, aber das ist normal.“

Bevor Fahnenschwenker Joachim Fey auf dem Rathausmarkt sein Können zeigte, machte sich Bürgervorsteherin Karin Himstedt bei der Borbyer Gilde beliebt. Sie wies darauf hin, dass Borby viel älter ist als Eckernförde und dass damit der erste Eckernförder ein Borbyer war. So gut das Verhältnis zwischen den Stadtteilen heute auch ist: „Jahrhundertelang haben sich die Borbyer Gildekönige geweigert, über die Brücke nach Eckernförde zu gehen und dem Bürgermeister im Rathaus ihre Aufwartung zu machen. Erst 1964 wurde mit dieser Tradition gebrochen, aber die Borbyer Gilde geht bis heute nicht zu Fuß über die Holzbrücke, sondern kommt mit dem Bus.“ Sie lobte das gute Miteinander der Gilden in Eckernförde, die mit der Pflege der Traditionen alle das selbe Ziel verfolgten.

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