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Eckernförde in aller Welt : Der Eimersee wird zum Festivalstar

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der preisgekrönte Film von Sven Bohde läuft bundesweit, in Europa und demnächst auch in Japan.

von
erstellt am 06.Dez.2016 | 06:41 Uhr

Eckernförde | Vor genau einem Jahr sahen die Eckernförder zum ersten Mal den „Eimersee“-Film des Filmemachers und Journalisten Sven Bohde. Er hat die kuriose Entstehungsgeschichte des bekannten Eckernförder Biotops im Auftrag der Stadt Eckernförde erzählt. Seither hat nicht nur der See eine außergewöhnliche Geschichte, sondern auch der Film. Denn in den vergangenen zwölf Monaten hat Bohde als Regisseur der Doku viele skurrile Erlebnisse gehabt, die er für den sh:z in einem Bericht zusammengestellt hat:

Alles nahm mit der Premiere am 6. Dezember 2015 seinen Lauf. Die viertelstündige Dokumentation kam beim Publikum gut an, und ich war sehr erleichtert. Auch der Auftraggeber für den Film und Macher des Eimersees, Michael Packschies, war zufrieden. Fortan hatte er ein Video, das ihm hilft, das Prinzip des Eimersees zu verdeutlichen.

Zu Weihnachten verschickte ich den Film auf DVD an Verwandte und Freunde. Deren Freude war groß, und was darauf folgte noch größer: Meine Tante, Lehrerin in Niedersachsen, zeigt den Film in ihrem Biologie-Unterricht. Genauso passiert es in Lütjenburg, wo ein Freund von mir unterrichtet. Mittlerweile haben mich viele Lehrer angesprochen und gefragt, ob sie den Film „Eimersee“ ihren Schülern zeigen dürfen. Natürlich! Denn es geht mir darum, die geniale Idee von Packschies, mit einem Eimer und einem Handgriff einen See zu erschaffen, und den Gedanken, wie einfach man der Natur etwas Gutes tun kann, so weit es mir möglich ist, zu verbreiten.

Deswegen habe ich den Film auch bei über hundert Filmfestivals auf der Welt eingereicht. Ich hatte die leise Hoffnung, dass der Film zumindest auf einem Filmfest gezeigt wird. Was aber passierte, übertraf meine kühnsten Erwartungen: Zuerst gab es eine Zusage aus Frankfurt-Hoechst. Ich fuhr im Juli dorthin und präsentierte den Film open air. Zum hessischen Publikum sagte ich, dass es perfekt sei, den Film über ein besonderes Stück Natur unter freiem Himmel zu zeigen. Während ich in Frankfurt war, erhielt ich eine E-Mail aus Finnland. Das dortige „Vaasa Wildlife Film Festival“ wollte die Doku ebenfalls vorführen. Mir kamen tatsächlich Freudentränen.

Der Eimersee auf Finnisch – das Eckernförder Naturwunder ist international gefragt.
Der Eimersee auf Finnisch – das Eckernförder Naturwunder ist international gefragt. Foto: Sven Bohde
 

Im Sommer erhielt ich wöchentlich Zusagen, und so lief der Film „Eimersee“ nicht nur bei Green Screen in Eckernförde, sondern auch in Kiel, Husum, Flensburg, Estland, Tschechien, Österreich, Weißrussland, Serbien und Kroatien. Ich versuchte möglichst viele Festivals selbst zu besuchen, um die englische Fassung des Films einem internationalen Publikum zu präsentieren. Denn wie verrückt ist es, einen Film etwa in einem kleinen Dorf in Estland vor 40 Menschen zu zeigen. Die Zuschauer waren interessiert und stellten hinterher viele Fragen. Dadurch ist der Eimersee, der bereits international eine gewisse Bekanntheit hatte, noch berühmter geworden. Übrigens gewann die Doku „Eimersee“ nicht nur den Preis für den besten Kurzfilm für Kinder bei Green Screen, sondern auch einen Special Award beim Filmfest im serbisch-kroatischen Grenzgebiet.

Während ich aktuell noch abwarte, ob es weitere Zusagen von Festivals fürs 2017 geben wird, ergab sich die nächste Kuriosität: Da der Eimersee in Japan zahlreiche Fans hat, die zum Beispiel Apfelbäume für eine Allee am See gespendet haben, hatte ich den Wunsch, eine japanische Synchronversion zu produzieren. Dank eines Kontaktes von Packschies hat sich die Japanisch-AG der Kieler Humboldtschule unter der Leitung von Kathrin Bonn bereiterklärt, die Übersetzung zu schreiben. Ich war so dankbar, dass ich den sechs Jugendlichen versprach, dass nicht ein professioneller Sprecher den Text einsprechen werde, sondern sie selbst es dürften. Die Jugendlichen freuten sich darüber sehr. Im neuen Jahr wird die Übersetzung fertig und online gehen.

Die deutsche Version des Films ist bisher noch nicht online zu sehen, aber wir werden sie im Sommer im Internet frei zugänglich machen, nachdem der Film bei möglichst vielen Festivals gelaufen ist.

Ich danke allen am Film Beteiligten für das Engagement und den vielen Zuschauern für das große Interesse. Ganz besonders danke ich Michael Packschies, ohne den ich diese Erlebnisse nicht hätte genießen können.

Auf DVD ist der Film für 6,72 Euro erhältlich, er kann per E-Mail an sven@bohde-medien.de bestellt werden.

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