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Eckernförder Zeitung

22. August 2017 | 15:00 Uhr

Unter Freundinnen : Der Duft der Heimat

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinsamer Kochabend von Owschlagerinnen und Asylbewerberinnen

Owschlag | Orientalische Düfte durchzogen die schöne Küche der Owschlager Schule. Auf Einladung eines Owschlager Freundinnen-Kreises waren sieben Asylbewerberinnen gekommen und kochten mit Hilfe der Owschlagerinnen Spezialitäten aus ihrer Heimat. So bereitete Elham aus dem Iran „Sereschk Polo” zu, wunderbar zarte Hähnchenschenkel, die mit einer persischen Gewürzmischung, Safran, Zimt, Zwiebeln und getrockneten Berberitzen gebraten wurden. Ihre 19 Jahre alte Tochter Kate richtete unterdessen gemeinsam mit ihrer gleichaltrigen Owschlager Kochpartnerin Dana das iranische Dessert „Scholeh Sard” - eine köstliche Spezialität mit Reis, Safran, Rosenwasser, Mandeln und Zimt - an. Spannende Rezepte hatten auch die Köchinnen aus Albanien parat. Mit Käse überbackene Auberginen, mit Joghurt und Lauch gefüllte Teigtaschen und das Blechgericht „Pastiçe”.

Interessiert schaute Catrin Bonse ihrer albanischen Kochpartnerin Eriona über die Schulter. Gekochte Spaghetti wurden auf dem Backblech verteilt, eine Mischung aus Eiern, Butter und Milch, sowie geriebene Geflügelwurst und Hirtenkäse gleichmäßig darüber gegossen, bevor das Blech in den Ofen kam. „Das ist toll. Das Rezept gibt es morgen bei uns auch“, zeigte sich die Owschlagerin begeistert von dem neuen orientalischen Rezept.

Ganz ohne Verständigungsschwierigkeiten verlief der internationale Abend natürlich nicht. So stand auf einem der im Vorfeld eingesammelten Einkaufszettel das Wort „Toast”. Die Einkäuferinnen hatten daraufhin das gleichnamige Brot besorgt, gemeint waren jedoch die Käsescheibletten, auf deren Verpackung groß „Toast” steht. Aber im großen und ganzen klappte die Verständigung zwischen den Frauen sehr gut. Sarah aus Syrien hatte ihre elfjährige Tochter Rama, die in der Schule bereits Deutsch gelernt hat, als Dolmetscherin dabei – eine hervorragende Hilfe für die Kommunikation.

Nach dem gemeinsamen Kochen wurden die Speisen in gemütlicher Runde zusammen verzehrt.

Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: Das war eine tolle Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden sollte. So verabredeten die Frauen ein Wiedersehen in einigen Wochen und dann werden die Owschlagerinnen ihre Lieblingsrezepte zubereiten und sich dabei gerne von ihren ausländischen Kochpartnerinnen assistieren lassen. Auch die Volkshochschule hat schon zugestimmt, die Räumlichkeiten der internationalen Frauenkochgruppe ein weiteres Mal zur Verfügung zu stellen.

 

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